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Letztes Forum vor der Wahl! Donnerstag, 20 Uhr, Landhaus Puschke

Liebe Augustusburger, überall hängen Plakate, die Werbeflyer der Kandidaten stapeln sich im Altpapier. Wenn Sie wissen wollen, wer hinter dem Gesicht auf den grünen Plaketen steckt, das Sie alle inzwischen irgendwo mal gesehen haben, dann kommen Sie am Donnerstag ins Landhaus Puschke. Ab 20 Uhr stelle ich mich Ihren Fragen, höre, was Sie bewegt und erkläre Ihnen, wie aus meiner Sicht eine Zukunft von Augustusburg aussehen könnte. Ich weiß, dass viele Menschen einen Wechsel wollen sich aber uneins sind, wer das Rennen machen soll. Nutzen Sie diese letzte Möglichkeit und geben Sie mir die Chance, meine Ideen zu erklären und Sie kennen zu lernen. Natürlich finden Sie auch alles hier in meinem Blog. Doch ein persönliches Bild ist immer die bessere Entscheidungsgrundlage. Außerdem bin ich neugierig auf das, was Sie zu sagen haben. Ich freue mich auf Sie!

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Endspurt! Jetzt kommt es auf Euch an!

Eigentlich mag ich keine Theatralik. In diesem Fall aber ist sie angemessen. Noch fünf Tage haben wir, um ein Signal zu setzen. Ein Signal für eine unpolitische, arbeitsreiche und erfolgreiche Zukunft unserer Stadt. Für einen neuen Kurs, der dem Stillstand ein Ende bereitet. Für einen Kurs, der nicht auf Parteibuch abstellt, sondern der sich orientiert an dem, was unserer Stadt und allen ihren Menschen gut tut. Jetzt kommt es auf Sie, auf Euch an. Geht raus und überzeugt Eure Freunde, Nachbarn, Kollegen. Wir haben die Chance, Weichen zu stellen. Und wir müssen diese nutzen, denn noch einmal sieben Jahre Verwaltung statt Gestaltung werden wir alle bitter bezahlen.

Wir haben viel gelesen in den letzten Wochen. Viele Versprechungen wurden gemacht. Alles wie vor jeder Wahl.  Doch bedenken Sie: Die Amtsinhaberin hatte sieben Jahre Zeit zu beweisen, dass sie dies alles umsetzen kann. 14 Tage vor der Angst wurde sie aktiv, hat das seit 5 Jahren vergessene Leitbild wieder nach vorn geholt, die Vereine mal wieder besucht und versprochen, versprochen, versprochen. Bundesstraßensanierungen und Fußwege. Dinge, die sie entweder selbst nicht verantwortet oder die eigentlich selbstverständlich sind.  Warum bauen wir ein Stadthaus für inzwischen 1,4 Millionen EUR, während Vereine nichtmal ein paar Euro für Grassamen bekommen? Wo sind die Ideen für die Ansiedlung lokaler Versorgung, die wir brauchen, denn wir werden alle alt? Was ist mit der miserablen Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, der gerade ältere Leute massiv einschränkt? Warum bewirtschaften wir die Parkflächen nicht, wo wir doch einen mehr als überdehnten Haushalt haben? Wie halten wir die jungen Leute hier und was bitte ist das Konzept für das große Ganze? Was will Augustusburg sein? Wo ist das Ziel? Nichts davon wurde beantwortet. Nicht jetzt und auch nicht in den vergangenen sieben Jahren, die verlorene Jahre waren.

Wir müssen jetzt loslegen und Überzeugungsarbeit leisten. Sie zweifeln? Dann kommen Sie am Donnerstag, 20 Uhr ins Landhaus Puschke. Dort können wir direkt diskutieren. Sie haben Fragen? Mailen Sie, rufen Sie an, kommen Sie vorbei oder laden Sie mich ein. Ich stehe Ihnen gerne für Diskussionen zur Verfügung. Ich will Transparenz, ich will die Diskussion. Nur so werden wir weiter kommen.

Ich weiß, es haben viele Zweifel, weil ich erst 42 bin. Und dazu auch noch nicht von hier. Ich halte beides für einen großen Vorteil. Ich habe viel Erfahrung gesammelt, denn ich habe über zehn Jahre in Deutschland und Europa gearbeitet. An Problemstellungen, die ähnlich der unseren sind. Ich habe als Stadtrat in meiner Heimatstadt gewirkt und viele politische Kontakte gepflegt. Genügend um zu wissen, dass dies auf kommunaler Ebene eher stört denn hilft. Denn hier muss man der Logik folgen und keinem Parteidogma. Ich habe viele Zukunftskonzepte geschrieben und dabei geholfen, diese wahr werden zu lassen. Ich habe Ideen und ich habe die Kraft und die Erfahrung, für diese Freunde zu gewinnen, um am Ende etwas Neues zu schaffen und wahr werden zu lassen, was wir uns vorgenommen haben. Ich bin Realist und verspreche Ihnen/Euch deshalb auch keinen einzigen neuen Pflasterstein solange ich nicht weiß, ob ich den auch bezahlen kann. Nein, ich bin kein Verwalter. Aber erstens kann man sich dort hineinarbeiten und zweitens haben wir eine Verwaltung. Was wir nicht haben, ist eine Führung mit Verstand. Und um diesen Job bewerbe ich mich. Und ich bin unabhängig, was bei der Schlichtung der verschiedenen Auseinandersetzungen sehr, sehr hilfreich sein kann. Achja. Ich war die vergangenen sieben Jahre hier und weiß, wo die Probleme liegen.

Wenn Ihr also Veränderung wollt,  dann müssen wir die kommenden fünf Tage  noch einmal alles geben! Ich brauche dabei Eure Unterstützung. Sprecht mit Leuten und erzählt Ihnen von meinen und unseren Ideen und werbt für einen Neuanfang.  Ohne haltlose Versprechungen von Bundesstraßen und Fußwegen,  ohne Kopfstände und ein sozialdemokratisches „der Weg ist das Ziel“. Das alles haben wir schon. Was wir brauchen, ist Arbeit mit Kopf, die Hand und Fuß hat. Gesagt und getan. Und nicht versprochen und vergessen.

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Wahltour mit vielen Erkenntnissen

Auch wenn man sich dagegen wehrt. Kandidiert man als Bürgermeisterkandidat, ist man automatisch Mitglied der Politikerriege. Und das macht einen Ganztagsspaziergang durch unsere Gemeinde zu einem erkenntnisreichen Ereignis. Zunächst erstmal Danke an die vielen Bürger, die die Gelegenheit genutzt haben, mit mir ein paar Worte zu wechseln. Und danke auch für die Offenheit dabei. Erkenntnis Nummer 1: Die Enttäuschungen in Sachen große und kleine Politik sitzen tief. Erkenntnis Nummer 2: Der Glaube, dass sich in Augustusburg vielen ändern könnte, ist eher ein schwaches Pflänzchen. Erkenntnis Nummer 3: Der Wunsch, dass dieses Pflänzchen wachsen muss, ist da.

Fangen wir mit dem an, was mich persönlich am meisten ärgert. Ich hatte es vor ein paar Tagen bereits geschrieben. Da war es aber eher mein persönlicher Eindruck und nicht mehr. Jetzt konnte ich hören und sehen, was Wahl-Versprechungen gleich welcher Art produzieren. Frust, Enttäuschung und Wut. Wenn jemand Bundesstraßenreparaturen verspricht, dann weiß inzwischen jeder, dass dies keine Sache unserer Gemeinde ist. Wenn nun ein Termin auf den anderen folgt, an dem längst vergessene Versprechen wieder aufgewärmt werden, dann ist dies für Bürger nichtmehr nachvollziehbar. Leitbild-Diskussion. 5 Jahre Stillstand. Zwei Wochen vor der Wahl nun eine „Auswertungsrunde“ mit einem freundlichen, jetzt machen wir´s endlich. Zusammenarbeit zwischen Schloß und Stadt endlich verbessern? Kein Problem. Nach der Wahl machen wir das. Bestimmt.  14 Tage voller Versprechen und Worthülsen. Die Leute nehmen es zur Kenntnis. Die Leute lesen es und zack, fliegt der Flyer in den Müll. Und leider zumeist damit auch die Bereitschaft, wählen zu gehen, sich einzubringen. Denn was bleibt ist der Eindruck, dass sich Würdenträger nur dann bei einem melden, wenn eine Wahl ansteht. Und dies auch noch mit einem Heißluftballon. Ich hatte es schon gesagt und ich wiederhole dies gern noch einmal. Das ist unverantwortlich.

Aber dennoch. Auch wenn man als Bewerber stellvertretend zunächst als Blitzableiter für dies alles fungiert. In den Gesprächen gestern war auch viel Wohlwollen und Zustimmung zu spüren. Zustimmung für Ideen, Zustimmung für Kritik und dann auch viele Fragen nach dem „wie machst Du das, wenn Du es wirst?“ Ich habe gestern viel gelernt und viele, viele Fragen beantwortet. Ich habe sehr lange zugehört. Und ich habe gemerkt, dass die Sehnsucht nach einem Wechsel da ist. Und ich habe gemerkt, dass viele Menschen daran sehr gern glauben würden, ihnen  aber bisher so viel Unhaltbares zusammenversprochen wurde, dass dieser Glaube nur von einem schwachen Hoffnungsschimmer beleuchtet wird.

Als Fazit kann ich sagen: Ich verspreche Ihnen keine Fußwege, Straßen, Laternen oder sonstige Segnungen der Förderpolitik. Ich verspreche, dass ich mich mit aller Kraft in die Aufgabe stürzen werde. Ich werde Transparenz und Offenheit pflegen und ansprechbar sein.  Wir werden eine Bilanz ziehen und sehen, wo wir wirklich stehen. Und dann werden wir damit beginnen, einen sinnvollen Plan aufzustellen, Prioritäten und Machbarkeit  zu prüfen. Gemeinsam mit den Bürgern, dem Rat und den Ortschaftsräten. Und erst dann wissen wir, was in den kommenden sieben Jahren geschehen soll. Und dies werden wir gemeinsam diskutieren, beschließen und machen. Die Zeiten von „kleinen Runden“ und haltlosen Versprechungen werden ein für alle Mal ein Ende haben. Lassen Sie die Hoffnung wachsen und gehen Sie wählen. Nur das ändert tatsächlich etwas.

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Von Versprechen und Wahlen

Man liest viel derzeit und auch von mir wird es bald einen Flyer in den Briefkasten geben. Und Sie werden feststellen, dass darin eines fehlt: Die Versprechen von neuen Fußwegen und  anderen Projekten, auf die die Ortsteile teils sehnsüchtig warten.

Warum ist das so? Das ist recht einfach zu erklären. Mit Ausnahme der Amtsinhaberin wissen wir derzeit alle nicht, wie genau es um die Kassenlage der Stadt bestellt ist. Nach allem, was ich in den vergangenen Wochen erfahren konnte, ist die Lage alles andere als rosig. Was also soll man versprechen? Ich denke, es gehört zu einem verantwortlichen Umgang mit einer Kandidatur für ein solches Amt dazu, dass man an dieser Stelle sagen muss, dass man noch nichts sagen kann. Insbesondere deshalb, weil in den vergangenen Jahren in der großen und der kleinen Politik so viel versprochen wurde, dass wir es uns alle kaum merken konnten. Und wenn wir es konnten, war dies zumeist ein Grund sich zu ärgern, denn Erfüllung in zugesagter Form war eher selten. Und das produzierte enttäuschte Erwartungshaltungen und Nichtwähler.

Wer heute um Vertrauen wirbt, sollte ehrlich bleiben. Deshalb habe ich in meinen Konzepten und Ideen ausschließlich Grundlegendes formuliert, das man auch ohne  große finanzielle Kopfstände erreichen kann. Alles andere werden wir nach der Wahl aufarbeiten müssen. Natürlich wäre es leichter, das eine oder andere in Aussicht zu stellen. Was aber, wenn man es nicht halten kann?

Liebe Augustusburger. Auch ich weiß, an welchen Ecken und Kanten wir arbeiten müssen und woran es hier und da mangelt. Aber ohne Wissen, kein Versprechen. Das zumindest halte ich für richtig. Ich hoffe, Sie sehen dies auch so.

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Der Endspurt beginnt, lieber Nichtwähler.

Es sind nur noch wenige Tage, bis Augustusburg wählt. Wie wichtig diese Wahl ist, darüber habe ich schon viel gesprochen. Leider wohl noch nicht genug und auch nicht richtig, denn gestern erreichte mich eine Mail, die auf meinen Hinweis zur Wahlmüdigkeit einging. Mehr oder minder war dies als Vorwurf verstanden worden, was ich so nicht meinte. Ich habe ein gewisses Verständnis dafür, dass die Wahl als solches nicht mehr so hoch im Kurs steht und ja, es bleibt eines jeden persönliche Entscheidung, zu wählen oder eben nicht. Gut finden muss ich dies aber dennoch nicht und auch dafür gibt es gute Gründe. Und ich werbe schon jetzt dafür, dies nicht als Belehrung, sondern als meine offene Meinungsäußerung zu sehen.

Zu allererst das Paradoxon schlechthin, dass Nichtwähler eigentlich nicht erreichen, was sie sich selber wohl am meisten wünschen: Veränderung. Vor allem hier im lokalen Bereich geht es um eine ganz konkrete Personalie.  Und diese wiederum wird entscheidend darauf Einfluss haben, wie unsere Zukunft aussieht. Hier zählt kein Parteibuch bei der Arbeit die ansteht und die hart sein wird. Hier zählt es maximal bei der Wahl selbst. Und da sind wir beim zweiten Problem: Die Parteien haben in der Regel eine recht hohe Mobilisierung bei ihren Anhängern. Das bedeutet, dass deren Kandidaten bei einer niedrigen Wahlbeteiligung im Vorteil sind.

Das Ergebnis: Alles bleibt,wie es ist. Und dies produziert dann weitere Nichtwähler. Und bestätigt einen selbst natürlich auch in der Auffassung, dass man mit dem Nichtkreuz alles richtig gemacht hat, denn es ändert sich ja nichts.

Liebe Nichtwähler, verzeiht mir meine klaren Worte. Es geht nicht darum, Euch oder Ihnen schulmeisterlich Demokratie zu erklären. Ganz im Gegenteil. Auch Nichtwählen ist Teil davon und bleibt wie schon gesagt eines jeden persönliche Entscheidung, die es zu akzeptieren gilt. Und wenn ich es nicht schaffe, Sie von meinen Ideen zu überzeugen, dann habe auch ich einen Anteil daran. Dennoch bleibt ein Aber. Wenn Sie etwas verändern wollen, dann ist dies gerade auf lokaler Ebene nicht der richtige Weg. Nirgendwo sonst ist der Einfluss einer Wahl so direkt und so groß wie hier. Mag es im Bundestag nicht so direkt auf den Einzelnen ankommen, was bedauerlich genug ist. Hier gibt es am Ende nur den Einen, der die Linie vorgeben wird. Der die Probleme anfasst, oder eben nicht. Der noch einmal begeistern kann, oder eben nicht. Der Gemeinschaft stiftet, oder eben nicht. Und der am Ende einen Weg aufzeigt, der für alle oder zumindest den überwiegenden Teil der Augustusburger ein mindestens guter Weg ist und den auch geht. Oder eben nicht.

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Wahlforum für alle? Ein offener Aufruf.

Liebe Mitkandidaten, liebe Parteien, liebe Wählervereinigung, zur letzten Wahl hat es sich bewährt und ich denke, man sollte es vielleicht wieder tun. Ich meine das Wahlforum, das allen Kandidaten  die Möglichkeit bot, sich zu präsentieren bzw. dem Wähler es ermöglichte, Dinge zu hinterfragen, zu vergleichen und sich eine Meinung zu bilden. Ich denke, dass wir angesichts der Situation, dass es zwei neue Kandidaten gibt und mit Blick auf die Umstände, die zu dieser zweiten Wahl geführt haben, ein solches Forum wiederholen sollten. Ich hielte dies für ein gutes Mittel, den Menschen unserer Stadt die Alternativen aufzuzeigen und gegen eine gewisse Wahlmüdigkeit anzukämpfen.

Die Wahl ist eine hohe demokratische Institution und ich beobachte, dass auf Grund der ganzen Umstände viele mit dem Gedanken spielen, nicht wählen zu gehen. Dies sollte uns alle bewegen, gehören wir doch zu jenen, die sich einer Wahl stellen und damit auch Demokratie leben wollen. Wir haben vor über 20 Jahren genau darum gekämpft und sollten dies heute wieder tun.

Ich möchte Sie daher aufrufen, meine Idee zu unterstützen. Wir haben noch zwei Wochen Zeit und wir sind alle bemüht, eine Öffentlichkeit zu finden und zu begeistern. Es sollte uns möglich sein, dies gemeinsam zu tun. Ich würde mich also freuen, Ihre Meinung dazu zu erfahren. Sie erreichen mich unter dirk.neubauer@kaffeehelden.de oder unter der 037291 17 88 90.

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Hektische Betriebsamkeit nach jahrelangem Stillstand

Es ist schon bemerkenswert. Nachdem über Jahre nichts geschah, wird unsere Bürgermeisterin nun aktiv. Wenn man es bisher noch nicht gewusst hätte, nun würde man ahnen, dass eine Wahl ansteht. Beispiel gefällig? Unser Leitbild „Augustusburg 2020“ wurde 2008 vom Stadtrat beschlossen. Dann wurde nach einem Jahr eine Zwischenbilanz gezogen. Und dann geschah wenig. Und jetzt, kurz vor dem Urnengang lud Frau Jugelt zu einer Veranstaltung, um einen Fünfjahresbilanz zu ziehen.

Zitat aus www.augustusburg.de : Im Jahr 2008 wurde das „Leitbild 2020 der Stadt Augustusburg“ durch den Stadtrat beschlossen und mit einer Auftaktveranstaltung die Umsetzung der Leitbildmaßnahmen begonnen. Ein erstes Resümee wurde nach einem Jahr gezogen. Nun sind bereits 5 Jahre vergangen. Am 20. August 2013 trafen sich die Arbeitsgruppenleiter und ihre Stellvertreter, um gemeinsam mit der Verwaltung eine Auswertung vorzunehmen und eine Zwischenbilanz zu ziehen. Zitat Ende.

Das Ganze klingt ein wenig nach „ich bin neu hier, jetzt nehme ich die Sachen in die Hand“. Warum erst jetzt? Warum musste so viel Zeit vergehen? An der Entwicklung des Leitbildes haben sehr viele Bürger engagiert mitgewirkt. Das ist, was eine gute Kommune ausmacht und man kann all jenen nicht genug danken, die ihre Freizeit in solche gemeinnützigen Projekte stecken. Doch dieser Rückenwind wurde kaum genutzt. Ich bin gespannt auf die Auswertung der Runde. Diese soll in den kommenden Tagen unter dem Button Bürgerinformation erscheinen. Wahrscheinlich ist alles gut.

Zweites Beispiel? Gern. Nun wurde der Kulturförderverein eingeladen, um gemeinsam den Männlmarkt zu planen. Dies hat zwar bisher einer der Ortschaftsräte erledigt, was jetzt scheinbar anders ist, denn der wurde  nicht eingeladen.  Nachdem also im vergangen Jahr die Traditionsveranstaltung von der Stadtspitze kläglich verlegt und beschädigt worden war, ist das Ganze nun Chefsache. Ich finde auch dies bemerkenswert, hat es doch die vergangenen Jahre kaum interessiert, wie es zum Männlmarkt kommt. Jetzt, da es zur Wahl mal ein paar Fleißsignale braucht, jetzt wird gehandelt. Ohne Rücksicht auf irgendwas.

Und noch etwas soll ausgewertet werden: Das Kommunikationsdesaster rund um das Fest „5 Jahre Landkreis Mittelsachsen“. Hier hatten wir damals in der Altstadt heftige Diskussionen, da kein Anwohner und auch kein Gewerbetreibender wirklich informiert oder eingebunden worden war.  Die Bürgermeisterin selbst erklärte mir noch eine Woche vor dem Fest, dass Sie nicht wisse, was hier passieren wird.  Ablaufpläne seien der Stadt nicht bekannt. Keine Chance also, sich auf irgendeine Planung einzustellen. Ich bat damals die Geschäftsführerin des Veranstalters im Nachgang um ein klärendes Auswertungsgespräch, was mir auch zugesagt wurde. Dieses fand bis heute „urlaubsbedingt“ nicht statt. Jetzt soll die Sache besprochen werden. Ohne die Gewerbetreibenden und natürlich auch ohne mich.

Das ganze folgt dem Muster der letzten Jahre. Aktionismus, wenn es sein muss. Ich finde es gut, dass nun gehandelt wird. Aber es ist offensichtlich, welcher Treiber dahinter steckt: Es ist die Angst vor der Wahl.

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Nächste Vorstellung am 27.8. in der Kaffeerösterei

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Der Wahlkampf geht in die nächste Runde. Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man sein Bild an Laternen hängen sieht. Aber es gehört eben dazu. So langsam rückt der Tag der ersten Entscheidung näher und ich merke an der Anzahl der Gespräche, Mails und nicht zuletzt den Zugriffszahlen auf meiner Website, dass die Bürger langsam damit beginnen, sich eine Meinung zu bilden. Das ist gut so! Und ich würde gerne dabei helfen, also biete ich natürlich weiter Vorstellungs- und Diskussionsrunden an. Ich möchte, dass Sie mich und meine Ideen kennenlernen können und ich möchte zugleich auch hören, was Sie bewegt und was Sie sich für die kommenden sieben Jahre wünschen.

Ich zumindest habe eine klare Vorstellung von dem, was passieren soll. Und das geht über den Bau von einem Fußweg (Jugelt, CDU) und einem herzlichen „Der Weg ist das Ziel“ (Neubert,SPD) weit hinaus!

Ich denke, dass man auch konkrete Ziele und Ideen haben sollte, wenn man nach diesem schwierigen Amt strebt. Auch wenn man diese dann in gemeinsamer Diskussion verändern muss, weil es gemeinsam gedacht machmal besser geht. Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass man ein Ziel haben muss und meine habe ich unter „Was ich will“ eindeutig formuliert. Alle weiteren Gedanken können Sie ebenfalls hier nachlesen. Ich denke, das ist, was man vor einer Wahl tun muss: Zeigen, was im Falle einer Wahl zu erwarten ist.

Kommen Sie am 27.8. , 19 Uhr in die Kaffeerösterei in Augustusburg, Schlossstraße 2. Stellen Sie mir Ihre Fragen und gegen Sie mir die Gelegenheit, Ihnen mein Konzept für ein Augustusburg 2020 vorzustellen. Die anstehende Wahl ist sehr wichtig. Sie entscheidet sehr konkret, wie eine Zukunft unserer Stadt aussieht und wie es in zehn Jahren hier zugehen wird. Wir sind derzeit auf dem falschen Weg, Einwohnerschwund und wachsender Leerstand sind Zeichen dafür, dass es in die falsche Richtung geht. Wir müssen jetzt die Weichen stellen! Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit mir. Ich freue mich darauf.

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Vom Parken, Gebühren und dem Tourismus

Kompromisse werden unser Weg sein müssen. Das habe ich von Anfang an gesagt. Nun haben wir den ersten Fall, an dem man dies konkret besprechen kann. Es geht um die Bewirtschaftung der beiden Parkplätze am AFZ und an der Talstation der Drahtseilbahn. Hier werde ich immer wieder gefragt, wie ich zu der Gebührenfreiheit stehe. Nun – um keine falsche Interpretation zuzulassen – muss ich klar erklären, dass auch ich kein Freund von Parkgebühren bin. Doch wenn man über Tourismus, die Belebung der Altstadt und die kommunale Kassenlage nachdenkt, stellt sich die Frage anders. Also: Eingebettet in ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des sanften Tourismus in unserer Stadt muss man über die Erhebung von Gebühren nachdenken. Dies hat verschiedene Gründe, die ich hier versuchen will zusammen zu fassen. Sehen Sie es mir nach, dass eine solche Darstellung hier ein wenig plakativ und verkürzt sein muss. Aber die Basisgedanken und Positionen finden Sie hier. Ich sage dies nur, weil es sonst heißt, dass ich mir dies alles so einfach vorstelle. Glauben Sie mir, das tue ich nicht. Dennoch glaube ich an eine Zukunft, die wir selber bestimmen können. Wenn wir es wollen und auch damit anfangen. Zum Kurzkonzept:

1. Wenn man wie ich eine Schließung der zweiten Schloßzufahrt fordert, was die einzige Möglichkeit wäre, wieder die notwendige Besucherfrequenz in die Stadt zu bringen, um deren Wiederbelebung mit ortsnaher Versorgung, Gastronomie und Dienstleistungen (auch für unsere Bürger) zu ermöglichen, muss man auch sehen, wie man dies dem Schloß schmackhaft macht. Denn: Das Schloß steht einem Überdenken der Zufahrt positiv gegenüber, verweist aber auf die wegfallenden Parkgebühren auf den eigenen Stellflächen, die die Folge der Neuregelung wären. Und auch das Schloß muss wirtschaften. Nun habe ich gelernt, dass man immer nicht nur die eigenen, sondern auch die Probleme seines Partners sehen muss. Stadt und Schloß müssen künftig eine partnerschaftliche Einheit bilden. Ergo werden wir diesen Schritt nur erreichen, wenn wir dem Schloß eine Kompensation oder Teilkompensation dieser Einnahmeausfälle anbieten können. Um dies zu können, sollten wir über die Bewirtschaftung der Parkplätze nachdenken, die dies ermöglichen würde, ohne die Kassenlage der Kommune zusätzlich zu belasten.

2. Werden wir dann alle Touristen (Pkw und Busse)  zentral großteils zu den beiden benannten Parkflächen leiten und dort auch Gebühren erheben. Dies ist für den Großteil der Besucher, der heute die Burg direkt ansteuert, keine Neuheit. Denn dort werden die Stellflächen ebenfalls mit Gebühren belegt.  Diese gezielte Kanalisation der Ströme ist im übrigen nicht nur für die Innenstadt, sondern auch für die Drahtseilbahn interessant, denn die Besucher werden gezielt dorthin geleitet. Von dort aus können wir unsere Gäste entweder per Touristenbahn oder eben per Drahtseilbahn in den Ort bzw. zur Burg oder zu anderen Sehenswürdigkeiten bringen.

3. Sind hiervon auch Rosts Wiesen betroffen. Hier müssen wir sehen, dass durch die Eigentumsverhältnisse der Parkflächen eine berechtigter Anspruch auf Mitbestimmung besteht. Hier sehe ich durchaus auch die Möglichkeit, einen Teil der Stellflächen für die Besucher des AFZ weiterhin kostenfrei zur Verfügung zu stellen, denn ein Teil der Fläche gehört dem AFZ ohnehin.  Dies rechtfertigt eine sinnvolle Kompromisslösung, die es im Detail zu gestalten gilt. Das muss im gemeinsamen Diskurs erfolgen.

4. Spreche ich von moderaten Parkgebühren. Wir wollen Touristen ja nicht verschrecken oder vertreiben. Die Tatsache, dass ein Parkplatz überhaupt Geld kostet, sollte eigentlich niemanden überraschen, ist dies doch überall bereits geregelt. Und wenn wir uns eine Stadt ansehen, bezahlen wir ebenfalls in der Regel dafür. Und wie bereits erwähnt: Die Touristen, die die Burg direkt ansteuern, bezahlen ebenfalls.

5. Möchte ich unseren Gästen ohnehin künftig eine „Augustusburgkarte“ anbieten, die in ihrem Preis das Parken, die Fahrten mit Drahtseilbahn oder der noch zu schaffenden Touristenbahn für einen Tag und den Eintritt zu den Schloßmuseen beinhaltet. Zudem soll diese Karte unseren Gästen überall nützlich sein und auch bei allen Gewerbetreibenden und Gastronomiebetrieben Vorteile einräumen. Damit kann man erreichen, dass unsere Gäste aktiv darauf hingewiesen werden, was sie alles bei uns erleben können und die dies auch im Paket verstärkter nutzen als bisher. Denn: Wenn man die Karte nutzt, hat man Vorteile! Diese Karte kann man über die Tourismusunternehmen, Busunternehmen und über unsere eigenen Marktteilnehmer (Hotels, Restaurants, Cafés etc.) vertreiben. Zudem gehört nach meiner Auffassung dann auch ein Info-Pavillon auf den Parkplatz, in dem diese  Karte den Ankommenden gemeinsam mit einem kleinen Stadtplan verkauft wird.  Aus den Einnahmen hieraus können dann alle Partner ausbezahlt und die allgemeine Werbung für unsere Stadt finanziert werden. Sicher wird dies nicht zu 100% ausreichen, die künftigen Entwicklungskosten neuer Angebote und des leider derzeit nicht stattfindenden Standortmarketings zu decken. Dennoch bringen sie einen Beitrag und entlasten den Haushalt. Denn Ausgaben für die Entwicklung des Tourismus, für Ansiedlungsförderung etc. werden in den kommenden Jahren unausweichlich sein!

Im bereits lange vorliegenden Marketingkonzept, das von der Tourismusagentur des Landes erarbeitet wurde (die Kosten trug weitgehend das Land), wird ein Etat von 100 TEUR pro Jahr für Werbung und Marketing vorgeschlagen. Davon sind wir weit, weit, weit weg. Und eigentlich ist dieses Geld nicht da. Da wir aber alle von einer solchen Maßnahme partizipieren und diese langfristig die Einnahmesituation der Stadt stärkt (wachsende Zahl der Touristen=Mehrumsatz für lokale Wirtschaft= mehr Gewerbesteuer und Arbeit), müssen wir die Einnahme (oder wenigstens einen Teil davon) erwirtschaften. Mal ganz davon abgesehen, dass die beiden Parkplatzsanierungen viel Geld gekostet haben.

Ich weiß, dass es hier kontrovers zugeht. Im Gegensatz zu anderen positioniere ich mich deshalb klar. Für mich ist nicht „der Weg das Ziel“, wie ich gestern bei der SPD gelesen habe. Ich habe Ideen und stelle diese zur Diskussion. Und wenn jemand eine bessere Idee hat, dann mag diese in der gemeinsamen Diskussion gerne siegen. Für mich ist es nicht nur ein Sieg, wenn mein Wille geschieht. Für mich ist es auch ein Sieg, wenn eine gute Idee noch besser wird, weil man gemeinsam diskutiert. Wenn das Ergebnis der Sache dient. Darauf kommt es am Ende an. Wenn Sie also Ideen zum Thema haben, dann bringen Sie diese ein.

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YES, WIR HÄTTEN GEKONNT…

Eigentlich wollte ich mich nicht zu anderen Bewerbern äußern. Aber der Flyer unserer derzeitigen Amtsinhaberin ist einfach eine Einladung zum Kommentar. Fußwege wollen wir jetzt erneuern. Und die B 180 werden wir… Und dann will ich noch… Und das auch noch…. Und der Haushalt ist ausgeglichen. Aha. Letzteres halte ich für ein Gerücht. Und alles andere darf maximal ein Bewerber formulieren, der noch nicht im Amt war. Denn der darf „wollen“. Eine Amtsinhaberin sollte doch nach sieben Jahren genügend Dinge vollbracht haben, die auf einem Flyer mit den Worten beginnen: „Ich habe erreicht, dass…“ oder? Ich finde es bezeichnend, dass hier nichts verkündet wird, was erfolgreich verlaufen ist. Wie steht es denn um das Stadthaus? Ist es nicht inzwischen dreimal teurer als geplant? Was ist mit den Parkplätzen, die teuer gebaut heute nicht bewirtschaftet werden? Achja: Alles gefördert und deshalb ja nicht so schlimm. Aber Fördermittel fallen auch nicht vom Himmel und ticken auf unserer gemeinsamen Schuldenuhr ebenfalls munter in der dritten Kommastelle. Und was ist mit den großen, strategischen Zielen? Wo ist der Plan für den Tourismus? Wovon wird die Stadt in zehn Jahren leben? Wie halten wir junge Menschen hier? Und warum wollen wir noch immer einen Bürgerbus und haben diesen nicht schon längst? Was geschieht mit dem Leerstand und wie wollen wir unseren alten Leuten in Zukunft eine wohnungsnahe Versorgung bieten? Das wären die Fragen, deren Antwort ich erwartet hätte. Aber ein Fußweg – eigentlich eine Selbstverständlichkeit – ist ja auch schonmal ein Projekt, das die kommenden sieben Jahre ausfüllt. Entschuldigt diesen Zwischenruf, aber ich denke, wir sollten langsam mal Tacheles reden.

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