Nachdem das erste Buch auf Grund des freundlichen Grundtones eine Menge Zustimmung, nicht aber die notwendige Debatte initiieren konnte, habe ich kurzentschlossen über den Jahreswechsel 20/21 nochmals in die Tasten gegriffen und nachgelegt. Herausgekommen ist eine Streitschrift, die ein Notruf ist. Nicht mehr und nicht weniger. Denn: Unsere Demokratie ist wirklich in Gefahr. Und die größten Gefährder sind nicht jene, die gerade überall Montags aus dem Pflaster wachsen. Nein. Die größte Gefahr ist das politische System gerade selbst. Zu sehr von Oben herab. Zu wenig basisbetrieben und rückgekoppelt. Zu komplex. Zu selbstzentriert. Zu wenig kommunal verwurzelt. Die Politik hat sich aus den Kommunen, den Herzkammern der Demokratie, längst verabschiedet. „Parteipolitik spielt in den Kommunen keine Rolle mehr“. Ein Inzwischen als fortschrittlich gefeierter und geframter Satz, den man in allem etablierten Parteien straffrei aussprechen darf. Und der belegt, dass Politik längst einen eigenen Orbit geschaffen hat. Die Erzählung von der „befreiten“ Kommune ist in Wirklichkeit der Beweis des eigenen Freiflugs.

Denn ohne die Basis , die gerne erst dann mal wieder auftaucht, wenn ein Politiker „dahin geht, wo es weh tut“. Ohne die Last der Debatte ganz unten regiert es sich auch leichter. Und so ist sie dann auch. Die Pandemie hat es uns gezeigt: Wir können wenig, wenn wir die Standards verlassen müssen. Weil es eben nicht Top Down so einfach mal geht. Digitalisierung. Das Testen. Das Impfen. Überall hätte es gut getan, man hätte die Kommunen wirklich eingebunden. Hat man aber nicht. Bis heute eigentlich nicht wirklich.

Wer das Buch bestellen möchte, findet hier den Zugang.

Wir brauchen eine breite Debatte über einen wirklichen Neuanfang! Jetzt. Nicht später. Denn ansonsten verlieren wir endgültig den Kontakt zu denen, in deren Namen und Mandat wir eigentlichen jeden Tag handeln. das ist, warum es dieses Buch nun gibt! Lest es. Streitet. Denn dazu genau soll es einladen. Wir brauchen ein neues Miteinander. Wir brauchen Parteien und die repräsentative Demokratie. Wir brauchen sie aber renoviert und anders. Sonst gewinnen jene, die schon lange die rhetorischen Messer wetzen und jene einsammeln, die sich abwenden.

Ich danke dem rowohlt-Verlag sehr für diese Möglichkeit und die wirklich tolle Begleitung auf diesem Weg. Es hat bereits jetzt dazu geführt, das ich Hunderte Rückmeldungen per Mail, Telefon, Post oder persönlich aus ganz Deutschland erhalten habe. Schon nach kurzer Zeit war die erste Auflage vergriffen. Derzeit steht das Buch in der Spiegelbestseller-Liste auf Platz 19 bei den Sachbüchern Taschenbuch.

Medienecho (Auszüge)

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MDR KULTUR

 

Deutschlandfunk

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