Allgemein

Entspannt Euch. Es geht um alles.

Solange Politik oft unverständlich, vage und entrückt bleibt und an vielen Stellen deshalb ihren Job nicht macht. Solange wird Protest wachsen. Der Protest bei uns heißt AfD. Ein Großteil kreuzt dort den Wunsch nach anders. Ein kleinerer Teil der Wähler ist wirklich das, was ich rechtsextrem nenne. Das muss man differenzieren. Nicht alle gehören in diese Kategorie. Dennoch müssen Sie alle wissen, dass sie mit diesen Kreuze einer extremistischen, rechten Partei den Weg bereiten, die unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung gerne abschaffen möchte. Die Hass und Hetze als Instrumente benutzt, um eine Gesellschaft tief zu spalten. Die sich Alternative nennt und ernstlich keine Alternativen anzubieten hat.

Sie ernährt sich von den Fehlern, die wir anderen machen. Das ist auch schon alles. Totale Ausgrenzung allein und moralische, pauschale Appelle und Belehrungen ans Wahlvolk im Besonderen haben die Situation bisher nur verschärft. Haben die Mär von angeblichen Denkverboten und einem ebensolchen Staatsversagen erst ermöglicht.

Was wir brauchen, ist die bessere Idee, den offeneren Blick für das, was relevant ist. Eine Idee, die daraus gemeinsam entsteht und ehrlich und klar verfolgt wird. Eine hätte ich. Wir brauchen wieder mehr Kompetenzen, Möglichkeiten und Vertrauen dort, wo der Bürger auf seinen Staat trifft. Wo er Teilhabe erleben kann. Dort, wo er wohnt. Nur wer Vertrauen gibt, kann selber welches erwarten. Nur, wer selber die Wirksamkeit seines Tuns erlebt, der weiß, was Demokratie wirklich bedeutet.

Wir brauchen wieder mehr Verständnis für das, was die Menschen wirklich bewegt. Was nicht zugleich bedeutet, dass man ihnen ausschließlich nach dem Mund reden muss. Politik muss nicht immer liefern. Sie muss erklären, einordnen, überzeugen und manchmal widersprechen. Und sie muss ermöglichen, dass Menschen vernünftige Wege gehen können. Und wir brauchen ein bisschen mehr Demut. Wir alle sind gewählt. Nicht auserwählt. Der Beitrag anbei zeigt, wo wir stehen. Und auch, was ich über die Ursachen dafür denke.

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Lokalpolitik

Wir müssen Anders!

Es ist ein Drama ungeahnten Ausmaßes. Thüringen löst ein Beben aus. Vom Dammbruch ist die Rede. Von einem unverzeihlichen Fehler. Doch ist das wirklich so? Kam dies alles so überraschend und vor allem: Kann man dies alles reparieren, indem man – ja genau – so weiter macht, als wäre dies alles nicht passiert. Mit all den Dogmen, den systematischen Fesseln, Denkgrenzen und Machtinstrumenten, die zu diesem einzigartigen Niedergang politischer Kultur führten? Stück für Stück. Verteilt über drei Jahrzehnte, zumindest hier im Osten? Nur wer daran glaubt, dass ein „Weiter so“ als Rettungsboot taugt, der glaubt daran, dass Veränderung auch ohne verändern gehen kann. Ein Zwischenruf aus der sächsischen Provinz.

Um es vorweg zu sagen: Nein, ich will weder der AfD das Wort reden, noch bin ich mir deren rechtspopulistischer, rechtsextremer, ja staatsfeindlicher Bestrebungen nicht bewusst. Diese Partei – und hier insbesondere der rechte Flügel um Höcke – sind weder eine Alternative, noch stehen sie für eine offene, zukunftsgewandte Gesellschaft. Sie gehörten in normalen Zeiten schlicht in kein gewähltes Parlament und eigentlich auf den Müllhaufen der Geschichte. Daran kann es keinen Zweifel geben. Punkt.

Doch – wie unschwer zu übersehen ist – sind sie da. Oder wie manche auch sagen: Wieder da. Und die Zeiten, in denen wir uns gerade befinden sind alles andere, als normal. Und deshalb muss man damit umgehen und sich fragen, woher der Auftrieb für diese selbsternannte Alternative kommt und was zu tun ist, um dem wirksam zu begegnen, anstatt an den Symptomen herumzulaborieren und jeden Tag eine Realität zu verurteilen, die uns allen gerade nicht gefällt. Seit Jahren frage ich mich, warum wir uns so schwer tun, die grundlegende Analyse zu wagen und eine offene Diskussion darüber zu führen. Und warum wir mit einem beispiellosen Dogmatismus glauben, eine solche Bewegung, die sich auf einer Welle aus individuellen Verletzungen und Unzufriedenheiten gleichsam als gleißende Schaumkrone in wütenden Köpfen Bahn bricht, könne man einfach verbieten. Und bekämpfen, in dem man dem Wähler gebetsmühlenartig erklärt, dass er falsch wählt und dies nicht machen darf. In gesetzten Gedankenrastern von Rechts, Mitte und Links spalten wir die Gesellschaft, zwingen den wie ich glaube inzwischen überwiegend entpolitisierten Großteil der Bevölkerung damit dazu, eine politische Entscheidung zu treffen und sich für eine Seite zu entscheiden. Das muss scheitern. Vor allem in einem Landstrich, in dem man den Menschen vier Jahrzehnte lang diktatorisch sagte, was richtig und was falsch ist. Und warum falsch richtig ist, wenn es denn in den politischen Mainstream passt. Und richtig falsch war, wenn es eben nicht in die allgemeinen Denkvorgaben passte. Das ist, was DDR zumindest in meinen Erinnerungen am ehesten an Spuren hinterließ. Da gab es Obst und Gemüse meist in der Zeitung. Im Laden um die Ecke aber stapelte sich der Weißkohl. Realsozialismus im verdeckten Mangel. Diskussion unerwünscht. Änderung auch deshalb nicht möglich.

Keine Frage. Die DDR starb auch (aber nicht nur) daran, dass sie die Kompetenzen der eigenen Leute weitgehend ignorierte und stattdessen dogmatischen Staatslenkern die zentrale Planung von einfach allem übertrug. Unabänderbar wurden im zentralen und heiligen Berlin ewige Pläne geschmiedet. Geschützt von fingierten Wahlen und einem Spitzelsystem, das jegliche Kritik zu kriminalisieren suchte und Kritiker perfide entmenschte, konnte der Seniorenkreis in einem eigenen Realitätsverlust und seiner Bubble immer weiter tun. Was dazu führte, dass dieses Land immer dann Löffel produzierte, wenn alle Gabeln brauchten. Um es mal sinnbildlich einfach zu halten. Die Entfremdung zwischen Bürger und Staat. Die Entmündigung eines ganzen Landes waren es, die schließlich ein System zu Grabe trugen. Neben dem Umstand – auch das gehört zur Wahrheit – dass nicht eben wenige auch endlich eine Welt in Farbe leben wollten. Also jene Welt, die man mit D-Mark kaufen konnte. Und dafür in den Tagen des Zusammenbruches auch die Zerstörung der eigenen Lebensgrundlagen mindestens billigend in Kauf nahm.

Nein. Ich will die DDR nicht mit dem heutigen Iststand gleichsetzen. Dies wäre und ist nach wie vor falsch. Auch wenn es genau das ist, was die sogenannte Alternative mit ihren scheinbar einfachen Erklärmustern immer zu suggerieren sucht. Wir leben in einer freiheitlichen Gesellschaft, die Möglichkeiten bietet, Kritik zu üben und sich Gehör zu verschaffen. Und bräuchte es genau dafür einen unumstößlichen Beweis, dann wäre er durch die Existenz dieser braunblauen Partei in demokratisch gewählten Parlamenten erbracht. Zu DDR-Zeiten jedenfalls wäre es undenkbar gewesen, eine wie auch immer gegen das System gerichtete Partei auf einem offiziellen Wahlzettel zu finden. Oder? Nein. Dies heute ist keine DDR 2.0. Nicht ansatzweise. Aber dennoch gibt es bedenkliche Entwicklungen, die zu diesem Punkt führten, der sich nun Bahn bricht und dessen Folge die Existenz der AfD ist.

Das Desaster von Thüringen ist mehr als ein bedauerlicher Unfall. Für mich ist es ein Zeichen dafür, dass wir politisch in einer Sackgasse stecken. In einer Lage, aus der Verbote und Denkgrenzen nicht herausführen werden. Eine Lage, aus der nur ein aufrichtiges Ganzanders den Weg weisen kann. Und wer sich fragte, wann diese Jahrzehnte währende Entwicklung der ostdeutschen Gesellschaft politisch wirksam wird, der weiß, dass genau dies jetzt passiert ist.

Jahrzehntelang produzierte gut gemeintes Überkümmern der Politik eine neue Form von Bevormundung und Hilflosigkeit, sich selbst zu vertreten. Dies wohnt noch immer hier. Die Übernahme eines fertigen Systems inklusive des Führungspersonals erstickten die Gehversuche einer sich gerade findenen Gesellschaft. Unfreiheit Ost wurde für viele ersetzt durch eine Freiheit, an der viele mangels notwendiger Ertüchtigung nie teilnehmen konnten. Es blieben Menschen zurück, die aus Missachtung der eigenen Lebensleistung und gefühlt besiegt zu Tausenden ihr Gefühl des fremdbestimmt seins Ost gegen das neue aus dem Westen eintauschten. Nicht eben das Klima, um Bürgersinn und Selbst zu entwickeln. Zwar finanziell weitgehend vor dem Schlimmsten bewahrt und oft besser lebend als im Osten. Heute oft bei guter Rente reisend. Dennoch aber Teil einer vergangenen Heimat. Weil sie in der neuen, die sie nicht gestalten konnten, nie ankommen konnten. Ausgeschlossen von Aufbruch und Vorwärts. Versorgt. Aber gefühlt diktiert und wütend. Naiv auch wer glaubte, dass dies in weniger als einer Generation geheilt werden könne.

Ja, es gibt auch die Anderen. Die, die ihren Weg gingen, die nutzen konnten, was nun möglich ist. Viele, denen es gut geht und die der Meinung sind, sie müssten hierfür nicht mehr tun, als sich um sich selbst zu kümmern. Und denen oftmals noch immer nicht klar ist, dass sie ermöglichen, dass sich eine Minderheit am Rand als Mehrheit in der Schlagzeilen beweisen kann. Und hier sind inzwischen nicht wenige dabei, die unter Regulierung und lange währender politischer Ignoranz gegenüber der Kultur und den Denkwegen im Osten ihren eigenen Erfolg nicht mehr sehen können. Die aufgegeben haben, eigene Gedanken laut zu sprechen. Und die jetzt, da sich die politische Aktion bedingt durch die Wahldebakel in Serie ein bisschen zu notgedrungen verändert, dem nicht mehr vertrauen wollen. Die zwar mehr könnten, sich aber ebenso wenig beachtet sehen wie jene, die ihre Eltern sind. Und die sich deshalb für Protest und Verweigerung entscheiden. Denn diese brachte schon einmal einen Wechsel. Damals 89. Dies kann man nicht verbieten. Hier muss man überzeugen. Die bessere Idee ist die Lösung. Nicht der Zeigefinger.

Dass diese gesellschaftliche Stimmung irgendwann auch auf politische Akteure übergreifen könnte, hätte auch ich nicht für möglich gehalten. Doch genau dies scheint gerade zu passieren. In Thüringen, aber auch im Sachsen-Anhalt und zu Teilen auch in Sachsen. Verhalten noch aber unverkennbar vorhanden nun ein Streben nach Emanzipation. Vom Westen. Von Berlin. Von einem Staat, der sich leider sehr lange nicht nur als guter Aufbauhelfer und rettender Finanzier beweisen hat. Sondern auch als eben jener, der gerne durchregiert. Berlin ist das Zentrum. Sonst gibt es wenig. Neben einer gehörigen Hybris, um jeden Preis an die Macht zu kommen, ist es auch Aufbegehren geben das abermächtige Berlin. Niemals mit Links! Niemals mit Rechts verhallt es offenbar nur teilgehört. Seht, wir entscheiden selbst. So jedenfalls kann man das Bestreben des einen oder anderes CDU-Manns im Thüringer Landtag verstehen. Und die Ansage, aller Hauptstadtmachtworte zum Trotz an einer Prüfung einer Zusammenarbeit mit der AfD festzuhalten. Verheerend (!) dass dieses Streben nach Selbstbestimmung ausgerechnet jetzt und in diesem Kontext ansetzt und damit Grenzen überschreitet, die es unbedingt und ohne Vorbehalt zu waren gilt. Ein entwürdigendes Gezerre beginnt, dass die gesamte Republik zum Taumeln bringt. Nichts ist, wie es war. Und nichts wird wieder so sein. Das ist sicher. Der unverzeihliche Tabubruch, dem eine Melange aus Machtgier und dem Wunsch nach Emanzipation zu Grunde liegt. Er ist die Folge einer langen Fehlerkette. Es passierte jetzt. Aber es begann vor 30 Jahren.

Was also muss noch passieren? Was muss passieren bis wir begreifen, dass wir politisch nicht alles, aber sehr vieles anders machen müssen? Wann werden wir verstehen, dass wir gut beraten wären, Vertrauen aufzubauen, in dem wir es dem Bürger geben? Wann fangen wir damit an jene zu differenzieren, die Kritik äußern? Wir müssen weg vom Belehren, vom Bevormunden und Überkümmern. Wir müssen statt dessen Möglichkeiten schaffen, Macht teilen und den Bürger einbinden. Wir brauchen mehr Möglichkeiten in den Kommunen, um dies möglich zu machen. Macht teilen ist das Wort der Stunde. Und dies hat auch etwas mit Geld teilen zu tun. Und es dorthin geben, wo der Bürger zuallererst Interessen hat. Wo er mitgestalten will und mittun möchte. Wir müssen damit aufhören uns darauf zu beschränken, die AfD zu stigmatisieren und ihr damit den Weg in die bequeme Opferecke zu weisen. Aus der heraus sie ohne Leistung, ohne Idee unsere System zerfressen kann. Diese Partei ist zukunftslos. Sie ist aus Hass, Vorurteilen, Unzufriedenheit, Unwissen und Angst gestrickt. Und aus den Fehlern, die wir machen! Ein Bauchladen der Unmöglichkeiten. Ein Kompass, der ins Gestern zeigt.

Dies alles wissen die Leute. Nicht alle. Aber ein großer Teil der Wähler dieser Nichtalternative. Da bin ich sicher. Diese Menschen dürfen wir nicht in irgendwelche Ecken stellen. Tun wir dies weiter, werden wir scheitern. Wir müssen uns deren Vertrauen zurückgewinnen. Mit der besseren Idee und klaren Taten. Und klaren Diskussionen, die Hauptsätze verwenden statt politische Konjunktive zu bemühen. Das aber wird ausschließlich zentralistisch nicht gelingen. Nicht von oben nach unten. Auf Augenhöhe. Jeden Tag. Im Gespräch auf der Straße. Im Stadtrat. In den Netzwerken. In den Kommunen! Streiten ja. Ausschließen tatsächlich nur dann, wenn es sich eindeutig um Rechte handelt, die kein Interesse daran haben, die beste Idee zu finden. Eine Zusammenarbeit mit jenen ist ebenso wenig ein Weg wie ein reines Verbot. Wir müssen die Probleme der Leute lösen. Sie ernst nehmen und mit ihnen reden. Und das Allermöglichste tun. Wir müssen ehrlich sein und Wort halten. Und arbeiten. Und damit leben, dass es eine Minderheit gibt, die – Dank unserer Fehler – sich derzeit als Mehrheit fühlen darf. Wir müssen beweisen, dass wir sie nicht brauchen und das Protest allein keine Lösung sein kann. Zum Debakel von Thüringen führte ein langer Weg aus Verboten, Dogmen, Ignoranz und Wut. Wir müssen also einen neuen Weg einschlagen, wenn wir raus wollen aus diesem Teufelskreis.

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Lokalpolitik

Drahtseilbahn is back ;)

Heute war es soweit, die Drahtseilbahn ist nach umfassenden Sanierungsarbeiten in der Schweiz und in MeckPom wieder zuhause. Zwei Millionen Euro hat es sich der Verkehrsverbund Mittelsachsen kosten lassen. ich freue mich sehr. Wer sich im übrigen direkt bedanken will, der trifft dessen Chef, Dr. Harald Neuhaus, am 8.4., 18.30 Uhr im Stadthaus. Dort diskutiert er mit unserem Wirtschafts (und Verkehrs) minister Martin Dulig, dem Vize-Präsidenten des Freiberger Institutes für vernetzte Energieautarkie ( IAV) Mirko Taubenreuther und meiner Wenigkeit über die Frage, wie es mit dem Öffentlichen Personennahverkehr hier auf dem platten Land weitergehen wird. Das wird sicher eine spannende Runde, denn in dem Thema steckt einiges an Dampf 😉 Anbei ein kleines Interview vom heutigen Morgen…

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Zukunft kann man machen – kommt in die Zukunftswerkstatt

Wir alle verfolgen die Meldungen. Hochwasserkatastrophen lösen Feuerwalzen in den Schlagzeilen ab. Auch bei uns zuhause ist der Klimawandel angekommen. Auch bei uns zuhause sterben Bäume, weil sie sich wegen der langanhaltenden Trockenheit nicht gegen Sturm und Borkenkäfer verteidigen können. Flüsse und Bäche führen wenig Wasser. Insekten verschwinden. Die Zahl der Vögel nimmt spürbar ab. Nein. ich will nicht die Debatte führen, ob und wieviel der Mensch dazu beiträgt. Ich sage: Wir tragen dazu bei und dies nicht zu knapp. Wir verbrauchen mehr Ressourcen, als wir müssten. Oft nur aus Bequemlichkeit. Und sei es nur die immer wieder gegriffene Tüte im Supermarkt, die dann nach einmal nutzen wieder in den Müll wandert. Und – ist es Plastik – uns am Strand in Irgendwo wieder begegnet. Wir alle haben einen Anteil daran, dass es ist, wie es ist. Zeit, gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir mit der Zukunft und unserer Umwelt umgehen. Nicht abstrakt auf der Welt, sondern hier bei uns. Ganz konkret, in unserer Stadt.

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#diStadt beginnt.

Geht los! 88 Bewerbungen von Künstlern, Schreibern und Programmierern haben wir für unser Zukunftsprojekt simul+ erhalten und über Weihnachten ausgewertet. Gestern waren die ersten Kandidaten da. Spannend. Wir wollen Bürgerbeteiligung, Digitalisierung und Zusammenarbeit durch Kunst- Kultur und Digitalrojekte unterstützen. Und wir brauchen Euch dafür, denn jeder ist dazu eingeladen, mitzumachen, mitzudenken und mit zu gestalten. Ab Februar sind auch die CoWorkingspaces am Start. Homeoffice mal anders. Aber seht selbst… #diStadt

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Warum Er hier nicht sein sollte…

Traurig, dass ein Treffen, das so sehr für die Freude am Motorrad und der damit verbundenen Kultur steht, von Ewiggestrigen geentert wird. Und nein, wir wollen solche Bilder nicht. Wir wollen diese Leute, diesen Geist hier nicht. Ein Ort, der Gauführerschule und Schutzhaftlager für 120 NS-Gener war, verdient diese Bilder nicht. Die vielen Menschen, die hier Freude an der Sache haben, verdienen diese Bilder nicht. Und diese Bilder gehören auf den Müllhaufen der Geschichte. Dennoch aber der Polizei allein nun einen Vorwurf zu machen, wäre falsch. In einem Land, in dem das Tragen eines FDJ-Hemdes rechtliche schwieriger ist, als das Tragen einer Wehrmachtsuniform. In diesem Land darf man nicht alleinig auf die Polizei zeigen. Ich war dabei und wir haben vor Ort diskutiert, was zu tun sei. Aber es wurden keine verfassungsfeindliche Symbole gezeigt. Und in sofern ist es schwer, hier etwas zu verbieten. Dass hier ein Polizist beim Filmen lacht, ist sicher nicht glücklich. Dennoch aber sollten wir nicht vergessen: Die Verursacher sind die Täter, nicht umgedreht. Und wir alle, die wir dort waren. Wo war der Aufschrei? Nicht zu hören. Ich selbst war entsetzt und berührt. Denn wenn ich einen 30jährigen in einer solchen Uniform sehe, wie er stolz das Schloss abschreitet, dann widert es mich an. Und ich denke: Du weißt nicht, wofür diese Uniform steht und welches Leid damit verbunden war und noch ist. Die Täter sind es, die wir künftig fernhalten müssen. Mit Regeln, die der Veranstalter aufstellen kann, denn der Hausherr entscheidet. Und das ist das Schloss. Keine Stahlhelme, keine Wehrmachts- oder sonstige Symbole. Das wollen wir hier nicht. Das kann und muss man regeln. Aber die Veranstaltung deshalb in Misskredit zu stellen, ist falsch. Sie hat eine lange, friedliche und freudige Tradition. Sie steht für eine andere Kultur und darf nicht daran zerbrechen, dass in heutigen Zeiten alles von begrenzt denkfähigen Zeitgenossen beschädigt werden kann. Das dürfen wir ebenso wenig zulassen, wie rechte Aufläufe oder pauschale Kritik ohne Kontext. zu 99,9 Prozent kommen hier Menschen, die Freude daran haben, ein anderes Wochenende zu erleben. Das ist, wofür das Treffen steht. Ich danke allen Gästen ebenso wie allen Helfern, dem Team des Schlosses, unserer Feuerwehr unserem Bauhof, den Jungs von unseren Motorradclubs und meinem Ordnungsamt. Es ist jedes Jahr eine Herausforderung, 10.000 Gäste in eine Stadt einzuladen, die 4500 Einwohner zählt. Wir haben es einmal mehr hinbekommen. Darauf bin ich stolz. Den verirrten Gästen sage ich: Bleibt im kommenden Jahr gleich zuhause. Denn noch einmal werdet ihr unser Schloss nicht in Geiselhaft für eure wie auch immer gelagerten Ideen nehmen. Dafür werden wir sorgen.

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3.000 rollende Bücher

Seit ein paar Wochen haben wir in Erdmannsdorf die neue Fahrbibliothek zu Gast. Weil die neue Bibo der Arztpraxis weichen musste (was gut und richtig war), hatten wir uns um einen Haltepunkt des neuen Mobils beworben und diesen auch bekommen. Nun haben wir ein paar Testläufe durch und stellen fest, dass zu wenige Besucher dieses Angebot nutzen. Ganze zehn Gäste zählen die Damen im Bus. Da ist noch ein bisschen Luft nach oben. Vor allem für Kinder wäre dies doch eine tolle Gelegenheit, denn es gibt neben Kinderbüchern natürlich auch CD´s oder EBooks auszuleihen. Und für die Eltern reicht das Angebot von Kochbuch bis Krimi. Also kurz und gut: Schaut doch mal vorbei! Und sollte mal etwas fehlen und nicht an Bord sein, dann kann man anrufen und dieses ohne jenes Buch bestellen. Aber schaut selbst…

Infos zur Fahrbibliothek Mittelsachsen, die bei uns manchmal noch ein bisschen einsam ist…

Die Infos zum Fahrplan der rollenden Bibo unseres Landkreises finden ihr unter diesem LINK! https://www.kultur-mittelsachsen.de/tourenplan.html

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Sparkasse muss sparen

Eigentlich war es absehbar. Über kurz oder lang musste es so kommen. Niedrig- , ja am Ende Negativzinsen. Keine Möglichkeiten, die Gebühren ins Unendliche zu erhöhen. So musste es so kommen, dass die Sparkasse Mittelsachsen eine der beiden Filialen in unserer Stadt schließen muss. Ab Januar wird es in Erdmannsdorf keine Sparkasse mehr geben. Die gute Nachricht: Wir behalten eine Filiale in Augustusburg und die Kunden bekommen zudem eine Menge zusätzliche Unterstützung, den Verlust auszugleichen. So wird es alle 14 Tage, synchron zum Wochenmarkt, den Besuch des Sparkassenmobils geben und der Telefonsupport wird verstärkt. Und: Sparkasse und Stadt werden im Rahmen der #Digitalschule kostenlose Kurse zum Thema Onlinebanking anbieten. Wann das genau sein wird, darüber werden wir in den kommenden Tagen informieren. Den Rest sehen Sie in dem kleinen Vidcast anbei.

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Lokalpolitik

Der Bahnfehler.

Gestern Abend war es. Da wurde ich schwach. Klima. 3 Tonnen Stahl mit nur einem Menschen drin. Nein. das ist nicht zeitgemäß. Außerdem weiß man ja auch nie, was einem so auf der Straße auflauert. Als Hindernis, meine ich. Zudem sollte es ja möglich sein, von Chemnitz mit der Bahn einigermaßen schnell nach Frankfurt/Main zu kommen. Gedacht, gemacht, wie es bei uns Im Gebirge heißt. Und ich könnte mir nun, ein paar Stunden (ver)späte(r)t die Finger abhacken, mit denen ich gestern Abend spontan dem Bahnnetz ein Ticket abtrotzte und damit entschied, dass nun auch für mich die Bahn kommen sollte.

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Aus Hetze wird Mord.

Der feige Amoklauf von Halle ist ein furchtbares Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass der zunehmend rüde Ton die politische Landschaft inzwischen soweit verhetzt hat, dass sich nun offenbar Extreme berufen fühlen, die vielen Worte der Wut (endlich) in Taten umzusetzen. Was muss noch passieren nach NSU, Kassel und nun Halle? Wann begreifen wir endlich, dass Hass keine Zukunft macht. Das Wut keine Gesellschaft zusammenführt, sondern diese spaltet? Wir brauchen eine Wertewende. Jetzt! Sonst wird dieses Land am Hass auf alles, was scheinbar anders ist, zerbrechen.

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