Weg frei für neue Projekte

In unserer letzten Stadtratssitzung ist der Rat meinem Vorschlag gefolgt und hat bei einer Enthaltung und einer Befangenheitserklärung wurde der Rückübertragung der alten Schule Grünberg, der Grundstücke Frankenberger Strasse und der alten Feuerwache an der Jahnkampfbahn zugestimmt.

Auf dem Weg hierher gab es dann nach monatelangem Einklang und mehreren Runden zum Thema dann doch noch plötzliche Bedenken, insbesondere ein Parkplatz an der Frankenberger Strasse würde sich für die Stadt nicht rechnen. Das es parallel dazu ein zeitgleich geäussertes privates Kaufinteresse gab, möchte ich nicht weiter kommentieren.

Fakt ist: Wir stellen nun den Antrag auf Rückübertragung. Zeitgleich werden wir jetzt die entsprechenden Projektplanungen beginnen, um rechtzeitig zum Bekanntwerden der neuen Förderrichtlinien bereit zu sein. Bezüglich der alten Feuerwache habe ich heute einen Termin bei der Sächsischen Aufbaubank um zu klären, ob wir Flutmittel für den Sportplatz Erdmannsdorf als Startkapital für einen sportlichen Neuanfang an der Jahnkampfbahn nutzten können. Dies ist aus meiner Sicht nötig, um nicht durch die immer wieder auftretenen Überflutungen von vorne anfangen zu müssen. Mit der Jahnkampfbahn und dem alten Feuerwehrgebäude wäre der Weg frei für die langfristige und nachhaltige Entwicklung einer zentralen Sportstätte für unsere Stadt.

In der Frankenberge wollen wir einen Parkplatz errichten. Die alte Grünberger Schule soll langfristig als Ortszentrum von Grünberg erhalten bleiben. Wie gesagt: Für alle Projekte bereiten wir nun Konzepte mit „Antragsreife“ vor.

Teilen ist mehr 🙂
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

4 Kommentare

  1. Werter Bürgermeister,

    zunächst möchte ich für Ihre bisherige Arbeit ein Kompliment aussprechen, welche in unserer Stadt, mit verkrusteten Strukturen und durchaus auch einigen Zügen von Vetternwirtschaft, definitiv nicht einfach ist und das ein oder andere graue Haar hervorbringt.
    Trotzdem habe ich eine Frage zum Thema Sportanlage, die mich beschäftigt:

    Wenn ich alles richtig verstanden habe, sollen die Flutmittel für den Auensportplatz nach Augustusburg umgeleitet werden um dort eine neue Sportstätte zu errichten, welche dann sozusagen im Trockenen liegt und der Erdmannsdorfer Sportplatz soll aufgegeben werden.
    Nun würde mich als eingefleischter Erdmannsdorfer Sortler brennend interessieren, warum ein vor wenigen Jahren für ca. eine halbe Million sanierter Sportplatz und so ziemlich letztes Stück Erdmannsdorfer Kultur nun auch noch verschwinden soll, obwohl es garantiert Alternativen gibt, denn es gibt immer eine Alternative! Zudem existiert ja auch eine Sportgaststätte, die auch von den hiesigen sportlichen Aktivitäten lebt. Ich finde es ja gut wenn von unserer Stadt Augustusburg gesprochen wird und junge Leute als Einwohner gewonnen werden sollen, aber wer möchte denn in einer Stadt leben wo sich alles immer nur in Augustusburg konzentriert und die Ortsteile versorgungsmäßig, kulturell und sportlich brach liegen?
    Manche Dinge sollte man vielleicht nicht immer nur wirtschaftlich betrachten, sondern auch einmal an die Identität der einzelnen Ortsteile und deren Einwohner denken, denn was nützt es Augustusburg, wenn rings herum nix mehr los ist.
    Das fördert es nicht gerade sich zu einem gewissen Grad als Augustusburger zu fühlen.

    MfG Philipp Bartonitz

    Antworten

    1. Guten Abend, vielen Dank für den Kommentar. Ich weiss, dass es keine wirklich gute Nachricht ist und vielleicht soviel – wir haben noch nichts entschieden. Bisher befinden wir uns in der Abwägung, wie wir weiter vorgehen wollen. Das zunächst zum Status. Ich war heute bei der Sächsischen Aufbaubank in Dresden, um die Modalitäten und Möglichkeiten zu klären und es gab viele Vorgespräche, um die Stimmungslage bezüglich dessen zu erkunden. Fakt ist: Der Sportplatz liegt im Flutgebiet und wird deshalb immer wieder Opfer möglicher Naturereignisse werden. Der diesjährige Schaden beläuft sich auf etwas über 100 TEUR. Glücklicherweise haben wir diesmal ein grosses Fluthilfepaket, das den Schaden deckt. Was aber, wenn eine solche Hilfe ausbleibt? Das ist der Punkt, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen, denn sollte sich alle paar Jahre ein solches Hochwasser wiederholen, werden wahrscheinlich nicht immer Mittel zur Verfügung stehen, die Schäden zu beseitigen. Und eine solche Summe kann unsere Stadt nicht alleine aufbringen. Jedenfalls nicht aus dem Stand. Auch ist nicht sicher, ob die Fördermittelgeber bei einer neuerlichen Wiederholung nicht selbst beauflagen, eine solche Anlage an dieser Stelle zurückzubauen. Deshalb müssen wir Alternativen denken. Ich weiss, dass die Anlage in Erdmannsdorf eine wichtige Rolle spielt. Dennoch müssen wir uns mit den Fakten beschäftigen und ich sage noch einmal: Es ist noch nichts entschieden. Und seien Sie versichert, dass wir wirklich alle Alternativen prüfen. Was die Versorgung und Attraktivität der Ortsteile betrifft – Hier gebe ich Ihnen vollständig Recht und wir arbeiten derzeit an vielen möglichen Projekten, dies voran zu bringen. Wir haben gerade Erdmannsdorf betreffend in den vergangenen Wochen viele Gespräche mit potenziellen Partner geführt und gemeinsam Ideen entwickelt, wie wir gerade hier aktiv werden können. Der Ortsteil mit den meisten Einwohnern ohne Versorgung – das ist etwas, was auch ich nicht einfach so akzeptieren möchte. Dennoch ist es kein Selbstläufer und alles steht immer und immer wieder unter dem ökonomischen Vorbehalt. So ist es. Nun ist es an uns, Wege zu finden. Wir arbeiten daran und ich hoffe, dass dies auch ein Ergebnis haben wird, das uns allen gefällt. Eine Garantie dafür gibt es aber derzeit noch nicht. Was den Sportplatz betrifft werden wir in den kommenden drei Wochen verschiedene Alternativen durchplanen. Wir werden sehen, was davon schliesslich tragfähig sein wird. Wir leben leider in einer Stadt, die nicht über grosse Mittel verfügt. Deshalb müssen genau darauf achten, wie wir diese so sinnvoll wie möglich einsetzen. Danke für den sachlich, kritischen Beitrag und die Offenheit. Ich würde mir wünschen, dass wir diese Diskussion gemeinsam weiterführen, wenn wir diskutable Pläne haben. Ihnen ein schönes Wochenende.

    2. Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.
      Ich würde mich ebenfalls über eine weitere Diskussion zu gegebener Zeit, wenn konkretere Informationen und Pläne vorliegen, freuen.
      Ihnen auch ein schönes und erholsames Wochenende.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.