Neues zur S236: Bau wird in Teilabschnitte aufgeteilt

Ich habe es im Amtsblatt schon kurz umrissen. Jetzt noch eine Erklärung hier an dieser Stelle. Wie Sie wissen, wird die S236 saniert. Kaum ein Thema wurde in den letzten Wochen mehr diskutiert als dieses und die gut gemeinte Infoveranstaltung für mehr Klarheit brachte nun nicht wirklich neue Erkenntnisse. Nach verschiedenen Diskussionsrunden und Interventionen unsererseits hat sich das Projekt nun geändert. Da die Sanierung des innerörtlichen Teilstückes geplant wurde, ohne die Stadt dabei einzubinden, ergaben sich hieraus Probleme, die wir als Stadt nicht so ohne Weiteres und über Nacht lösen konnten, denn: Die Sanierung der Bordsteinkanten – eigentlich bei deren Zustand und dem geplanten Sanierungsprojekt Pflicht – ist Sache der Kommune. Und da zum Zeitpunkt der Haushaltsaufstellung nicht wussten, dass innerorts gebaut werden soll, haben wir diese Mittel auch nicht eingeplant. Angesichts der zu erwartenden Summe auch nicht eben etwas, was wir so ohne Weiteres stemmen könnten. Von der fehlenden rechtlichen Grundlage dafür mal ganz abgesehen. Die anschließenden Diskussionen führten nun dazu, dass das Projekt in zwei Abschnitte geteilt wird. Zuerst wird nun außerorts gebaut. 2017 folgt dann das innerörtliche Projekt. Somit ist nun Zeit dieses zu planen und die notwendigen Mittel dafür „zu finden“. Auch nicht einfach, aber irgendwie sicher machbar.

Klar ist, dass es nur so Sinn macht. Klar ist auch, dass nach derzeitiger Einschätzung die Bauarbeiten außerorts ohnehin ungünstigsten Falles bis Oktober andauern. Da wäre auch keine Zeit, im Ort fortzusetzen. Somit verlieren wir nicht wirklich Zeit.  Im Gegenteil: Im Herbst und Winter sind wir dann bis zum Frühjahr wieder direkt erreichbar. Doch auch die Sinnfrage macht diese nun erfolgte Teilung so unausweichlich: So wäre eine Sanierung der Straße sinnlos, ohne zeitgleich die Borde zu sanieren. Und die Frage zu klären, ob wir uns weiterhin einen Pflasterstreifen zwischen Fahrbahn und Bord leisten wollen, den am Ende keiner pflegt und der dann zum ungewollten Grünstreifen wird.  Dies soll nun die Planung ergeben, die es für diesen Bereich offensichtlich noch nicht gibt. Bis zum heutigen Tag können wir deshalb auch nicht sagen, welche Kosten zu erwarten sind. Es steht nur zu vermuten, dass es eine ziemliche Dimension erreichen werden, denn: Tauschen wir dir Borde, müssen wir auch die Fußwege „anfassen“. Und bei der Länge des Straßenverlaufes in Ortslage kommt da einiges zusammen. Sicher ist, dass der Bauabschnitt nicht auf „St. Nimmerlein“ verschoben wird. Das Wirtschaftsministerium bestätigte uns inzwischen, dass der Abschnitt in die festen Planungen 2017 übertragen wird.

Nun müssen wir im Eiltempo nachholen, was normalerweise einen recht langen Vorlauf hat. Normalerweise kommen solche Projektmeldungen mit einem Vorlauf von rund zwei Jahren, so dass man sich als Kommune darauf einstellen kann. Und so wurden wir beispielsweise Ende 2014 aufgefordert, Stellung zur Sanierung S 236 zu nehmen. Terminlich machbar. Allerdings war hier nur die Rede von einer Sanierung „außerorts“ und dies geht uns als Kommune nur sehr bedingt etwas an. Lediglich Umleitungen und Bauzeiten sowie die damit verbundenen Sperrungen sind hier relevant. Haushaltsmittel muss man nicht dafür reservieren, wie wir dies im übrigen seit Jahren für den Neubau der Fußwege entlang der geplanten B 180 machen. Denn auch hier müssen wir das Geld haben, wenn es los geht.

Sei es, wie es sei. Wir arbeiten nun an der Ausgestaltung des zweiten Bauabschnittes. Sobald hier Klarheit herrscht, werden wir dies im zuständigen Ausschuss und dem Stadtrat diskutieren, um dann die entsprechenden Beschlusslagen herstellen. Auch dies werden wir irgendwie schaffen. Und bei allem Unmut über eine längere Bauzeit: Wenn wir die Straßensanierung so hätten laufen lassen, dann hätten wir uns in der Tat fragen lassen müssen, ob wir auch manchmal Dinge zuende denken. Zudem hätte auch dies bedeutet, dass wir als Stadt in ein oder zwei Jahren dann wieder gesperrt hätten, um unsere Maßnahmen nachziehen und in eine gerade neue Straße eingreifen zu müssen.

 

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