Sie haben es in der Freie Presse gelesen: Der B-Plan Rost Wiesen wird in einer verkleinerten Form zunächst ohne den neuen Skihang zuende geführt. Dies war nötig, da der Fördermittelgeber nach sieben Jahren endlich ein Ergebnis sehen möchte. Es drohte die Fördermittelrückzahlung in einer Dimension, die uns über Nacht zahlungsunfähig gestellt hätte. Wochenlang habe ich um einen Kompromiss verhandelt und nun haben wir diesen gefunden. Das Verfahren wird in eine kommunale Angebotsplanung umgewandelt und umfasst nur noch das derzeitige Gebiet und die Winterrodelbahn sowie den Bau einen Beschneiteiches. Somit werden wir als Stadt die Fertigstellung finanzieren. Bisher hatten der Mitteldeutsche Verkehrsverbund und die AFR als Betreiber das verfahren im wesentlichen finanziert.

Persönlich finde ich es bedauerlich, dass die Fronten der Befürworter und Gegner des Projektes so verhärtet sind, dass ein Kompromiss in diesem Verfahren in einer überschaubaren Zeitspanne möglich gewesen wäre. Ich sage auch: Dies ist nicht das Ende des Vorhabens. Wenn der Betreiber dies weiterhin möchte, muss dann ein weiteres B-Plan-Verfahren folgen. Rechtlich ist dies weiterhin möglich.

Wie Sie wissen, sage ich offen, was ich denke. Und ich denke, wir sollten alle mit einem gewissen Abstand noch einmal betrachten, wie der Prozess bisher gelaufen ist und ob wir dies nicht besser machen könnten. Mit der gebotenen Transparenz und Ehrlichkeit auf der einen und einer unvoreingenommenen Kompromissbereitschaft auf der anderen Seite kann man ein solches Projekt auch anders miteinander diskutieren. Warum ich das sage? Weil Entwicklung einer Stadt immer Kompromiss sein muss. Nicht alles, was wir tun müssen, wird auch von jedem und allen getragen werden. Wichtig ist dabei, dass niemandes Interesse dabei  unter die Räder gerät. Aber: 100 % können es auch nicht immer sein. Will sagen: Ein solches Verfahren beinhaltet Prüfverfahren und Abwägungspunkte und sorgt eigentlich bei richtiger Handhabung dafür, dass allseitig Interessen gesetzeskonform gewahrt werden.

Wenn wir uns gemeinsam in den kommenden Jahren entwickeln wollen, werden wir Kompromisse schließen müssen. Ob es ein Bau eines Supermarktes wäre oder eben die Erweiterung eines Skigebietes, das inzwischen auch über 100.000 Besucher in unsere Stadt bringt. Es werden immer die Interessen vieler Menschen berührt sein. Und hierbei ist es wichtig, dass man sachlich und faktisch miteinander spricht. Un dies meint nicht nur jene, die sich als Gegner sehen. Das meint auch die, die etwas planen, also auch uns als Stadt. Das ist, was ich mir für künftige Planungen wünsche.

 

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