Aufgabenliste mal ganz transparent

Ich habe versprochen, dass ich künftig Transparenz als wichtiges Ziel ansehe. Auf der Seite Aufgaben&Vorhaben hier im Blog können Sie künftig verfolgen, woran wir gerade arbeiten, worüber wir nachdenken oder was gerade diskutiert wird. Das ist ein erster Schritt in Sachen Bürgerbeteiligung, denn ich denke Sie sollten wissen, was wir im Rathaus tun, welche Probleme es gibt und ganz besonders auch, was wir planen. Hier können Sie auch kommentieren, Fragen stellen oder einfach Ideen einbringen.

Es ist zwar noch immer nicht klar, wann genau es losgehen wird, dennoch habe ich für mich die ersten Schritte festgelegt. Ich werde dies in den kommenden Tagen mit dem Stadtrat und den Ortschaftsräten abstimmen. Teilweise ist dies bereits erfolgt. Alles steht noch unter dem Vorbehalt, dass ich noch nicht im Amt bin.

48 bewegende Stunden

Ich bin überwältigt. Seit zwei Tagen gehen nahezu pausenlos Glückwünsche bei facebook, hier im Blog, per Telefon und Mail ein. Ich muss gestehen, dass ich überwältigt bin und zum anderen um Verständnis dafür bitten, dass ich nicht jedes Signal entsprechend beantworten kann. Und so versuche ich das auf diesem Weg Danke zu sagen. Danke für das Vertrauen und auch dafür, dass nun viele, viele Menschen ihre Unterstützung anbieten, helfen wollen, dass es vorwärts geht. Das macht Mut und fühlt sich gut an. Allerdings ist das gerade auch ein Hype, der gigantisch ist. Nachdem nun die Freie Presse mich mit Barack Obama verglichen hat, ist wohl (hoffentlich) der Höhepunkt erreicht. Es wäre unehrlich, wenn ich sagen würde, dass dies nicht ein bisschen schmeichelt. Aber es ist auch ein ganzes Stück zu viel und ich darf jeden darauf hinweisen, dass dies einen großen Erwartungsdruck aufbaut. Ich werde alles dafür tun, diesem gerecht zu werden, aber nichts geht in 14 Tagen. Mit Ausnahme der Erschaffung der Welt, die mit der Hälfte der Zeit ausgekommen sein soll. Aber da war wohl auch Göttliches im Spiel wohingegen ich eher nur ein Mensch bin. Spaß bei Seite. Ein bisschen weniger ist mehr, denke ich.

Heute war ich das erste mal im Rathaus und habe wenigstens mal kurz in jedes Büro geschaut und auch ein erstes Gespräch mit Kämmerei und Hauptamt geführt. Noch ist nicht ganz klar, wann ich die Amtsgeschäfte übernehmen werde, denn es laufen derzeit noch die üblichen Prüfungen und Fristen, die eine Wahl so nach sich zieht. Die Stadt wird solange vom stellvertretenden Bürgermeister geführt. Wir werden sehen, wann die Termine feststehen. Wenn es einen Fahrplan gibt, werde ich diesen hier veröffentlichen.

Die ersten Schritte dagegen stehen bereits fest. Ich werde nun auf die Ortschaftsräte und den Stadtrat zugehen und einen ersten Kennenlerntermin organisieren. Ich denke, dass wir dies bereits vor Amtseinführung hinbekommen, damit wir ein bisschen Zeit sparen. Gleiches gilt für Vereine, die Kirche und den Kultursektor. Auch hier möchte ich eigentlich die „ersten Runden“ bereits jetzt initiieren. Je eher wir beginnen, desto besser. Und: Natürlich werden wir eine kleine Dankeschönfeier organisieren. Es haben mir sehr viele Menschen geholfen, haben Mut gemacht und ihre Nachbarn, Freunde und Vereinskameraden bewegt. Und sie waren da, wenn der Wahlkampf drohte, zu einer staubigen und trockenen Piste zu werden. Sie waren vor allem auch da, als erste Schmähungen die Runde machten, die sich gegen mich persönlich richteten.

Hierfür suchen wir gerade nach Rahmen und Termin. Ich denke, dass wir diesbezüglich morgen mehr wissen 🙂

Also dranbleiben. Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich mich melden.

 

 

 

 

Ihr habt es geschafft!

Liebe Freunde, liebe Mitstreiter, liebe Augustusburger. Die Wahl ist entschieden. 47 Prozent der Augustusburger Wähler haben mir ihr Vertrauen geschenkt. Ich möchte Ihnen allen dafür danken. Es wird sicher noch ein paar Stunden dauern, bis ich das Ergebnis verarbeitet habe. Ich freue mich auf die Aufgabe, die eine große und schwere zugleich ist. Gemeinsam aber werden wir einiges erreichen können. Wenn wir zusammenstehen und gemeinsam und miteinander agieren. Das will ich erreichen. Und auch denen, die mich nicht gewählt haben möchte ich in aller Deutlichkeit sagen, dass ich Bürgermeister aller Augustusburger sein möchte. Dafür bin ich angetreten. Ich hoffe und wünsche mir, dass nun alle, die mittun wollen und können, diese gemeinsame Chance ergreifen. Dieser Blog soll meine künftige Arbeit begleiten, Transparenz schaffen und mich für Euch erreichbar machen. Ich danke Euch für das große Vertrauen. Ich bin mir dessen bewusst, dass dieses nur geliehen ist.

Tag der Entscheidung

Guten Morgen. Heute ist es soweit. Heute entscheiden Sie, wie Deutschland in den kommenden vier und unsere Stadt in den kommenden sieben Jahren geführt werden. So, wie es Tradition ist, soll heute kein Wahlkampf mehr stattfinden und auch ich halte mich an dieses ungeschriebene Gesetz. Ich wünsche Ihnen allen Kraft und Mut für zwei wichtige Entscheidungen. Danke noch einmal für viele spannende Gespräche. Ich habe in den vergangenen zweieinhalb Monaten viel gelernt und einiges an Einsichten gewonnen. Wir haben diskutiert und uns ausgetauscht. Über Meinungsgrenzen hinweg. Und ich denke, wir sind nun um einiges wacher, was unser politisches Umfeld betrifft. Der überwiegende Teil der Gespräche war überaus sachlich. Selbst dann, wenn wir manchmal inhaltlich in direkter Konfrontation standen. Der weitaus kleinere Teil tat manchmal weh, gehört aber auch dazu. Es sind zwei Seiten derselben Medaille. Das ist, was Demokratie ist. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und spannenden Wahlsonntag.

Morgen ist Tag der Entscheidung

Morgen haben Sie die Wahl. Noch drei Bewerber sind im Rennen und es wird sicher knapp werden. Ein Wechsel wird möglich sein, wenn Sie es wollen. Ich weiß, dass eine solche Entscheidung nicht leicht fällt. Aber auch ich habe es mir mit der Kandidatur nicht leicht gemacht. Ich weiß, was auf mich zukommt, auch wenn meine Mitbewerber gerne den Anschein erwecken wollen, dass dem nicht so ist.

Wenn man für ein solches Amt kandidiert, dann hat man sich vorher Gedanken gemacht, ob man dies leisten kann. Das kann ich Ihnen versichern.

In den vergangenen Tagen haben wir wieder viel gelesen. Vor allem darüber, wie gut qualifiziert und wie erfahren die Mitbewerber sind. Ich habe dies vermieden. Für mich steht die Aufgabe im Mittelpunkt. Für mich war wichtiger aufzuzeigen, was wir gemeinsam erreichen können. Ich halte dies für entscheidender, denn es geht hier nicht um eine Misswahl. Es geht um unsere Stadt. Dies sollte im Mittelpunkt stehen. So zumindest sehe ich das.

Der erste Wahlgang hat gezeigt, dass eine überwiegende Mehrheit einen Wechsel wünscht. Morgen haben Sie die Gelegenheit, dies zu bestätigen. Und auch wenn dies gerüchteweise verbreitet wird: Ich bin kein Kandidat der Wählergemeinschaft. Ich bin und bleibe unabhängig. Ja, ich werde von dieser Seite unterstützt. Aber auch nur, weil wir alle eine Veränderung wollen und der eigene Kandidat zurückgezogen hat, was mir nach wie vor größten Respekt abnötigt. Und – auch wenn es seitens der Mitbewerber nun behauptet wird – es verändert meine Position nicht.

Ich habe meine Ideen und Ziele veröffentlicht. Daran können Sie mich messen, so ich am Sonntag gewählt werde. Ich weiß, dass die Aufgabe eine wirklich große Aufgabe ist. Aber ich glaube auch fest daran, dass wir alle zusammen vieles besser machen können. Durch Einigkeit und ein Miteinander, das es in den letzten Jahren immer weniger gegeben hat. Wir haben eine schöne Stadt. Wir haben viele engagierte Bürger und Vereine. Lassen Sie uns daraus mehr machen.

Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen. Ich danke den vielen Menschen, die mich unterstützt, die für mich eingetreten sind. Wir haben bereits jetzt viel erreicht. Es wird viel über Veränderung diskutiert. Viele glauben wieder daran, dass wir mehr bewegen können in unserer Stadt. Das ist ein guter Anfang. Morgen entscheidet es sich, ob wir dies fortsetzen können.

Jetzt geht es um alles! Wir brauchen jede Stimme.

Es sind noch drei Tage. Drei Tage bis es entweder heisst, dass alles so bleibt, wie es ist. Oder eben drei Tage, bis zu einem neuen Aufbruch. Wir haben viel gekämpft. Wir haben viel Unterstützung. Viele Menschen rufen an, mailen, machen Mut.  Dafür möchte ich mich bereits jetzt bedanken. Wir haben schon jetzt viel erreicht, denn es wird endlich wieder sachlich diskutiert, sieht man mal von ein paar privaten Seitenhieben ab, die in Ermangelung von Sachargumenten unter der Gürtellinie platziert wurden. Seit Juli kämpfen wir nun beinahe täglich dafür, dass wir einen Wach- und Denkwechsel ins Rathaus bekommen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir noch einmal mobilisieren. Noch einmal überzeugen. Noch einmal alles geben. Das große Ziel ist zum greifen nahe.

Auch wenn die Amtsinhaberin versucht, die vergangenen sieben Jahre als Erfolg zu definieren. Es war keiner. Ja, es sind auch viele Dinge passiert, die positiv sind. Doch gingen diese – wie beispielsweise die Arbeit am Leitbild – zumeist auf das Engagement der Bürger zurück, die sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Ansonsten ist die Bilanz leider keine gute. Gestartet mit Rücklagen im Haushalt von rund 1,8 Millionen Euro stehen wir nun mit einem kreditfinanzierten Haushalt da. Einiges davon ist nicht durch das Rathaus zu verantworten. Eine höherer Kreisumlage, wegbrechende Gewerbesteuern sorgten sicher auch für Lasten. Aber: Der überwiegende Teil geht auf unsere Kommune selbst zurück. Hier muss sich die Bürgermeisterin fragen, wie dies in ihre „Erfolgsbilanz“ passt.

Alleine die Sanierung der alten Schule in der Altstadt wurde zum Millionenprojekt und ist noch heute nicht fertig. Das Nutzungskonzept dafür wird die jährlichen Folgekosten nicht decken können. Der Umbau der Talstation und verschiedene andere Bauprojekte sind zu hinterfragen oder wurden schlicht 20% teurer als geplant. Dies alles blieb ohne Konsequenz. Bis auf eine: Die Kassenlage ist mehr als schlecht. Die gesetzlich geforderten Rücklagen sind unterschritten. Im Gegenzug schöpfen wir unsere Einnahmemöglichkeiten nicht aus und verschenken Parkplatzgebühren, weil wir sie nicht erheben. Wer anderes behauptet, der spricht nicht die Wahrheit.

Statt hier ehrlich zu sein, werden wieder neue Segnungen versprochen. Wird schon irgendwie gehen. Oder eben nicht. Sehen werden wir dies erst nach der Wahl am 22.9.. Das ist  das Problem. Ich sage noch einmal: Wir haben kein Ziel, kein Konzept, was unserer Stadt 2020 sein will. Das ist das Kernproblem. Ohne Ziel kann es keinen guten Weg geben. Und: Wir haben viele Probleme, die bisher gar nicht bearbeitet werden. 2500 Einwohner sind bereits heute 50 Jahre und älter. Wo kaufen diese Menschen ein, wenn die Mobilität schwindet? Wo gehen wir zum Arzt und wie schaffen wir es, junge Familien hier anzusiedeln, damit wir der zunehmenden Überalterung etwas entgegensetzen können und immer genügend Kinder haben, um den sinkenden Einwohnerzahlen Paroli bieten zu können. Und schließlich auch, um den Schulstandort dauerhaft zu sichern.  Zu all dem gibt es keine Antworten. Achselzucken maximal. Es ist eben so. Anderswo ist es schlimmer. Das ist Kopf-in-den-Sand-Politik. Das kann nicht der Ansatz sein, eine Gemeinde zukunftssicher zu machen. Davon bin ich überzeugt.

Wir brauchen einen Neuanfang. Und hier auch einen, der nicht von Verwaltungsfachleuten initiiert wird. Wir brauchen einen gänzlich neuen Weg. Einen, der sich für alle Generationen auszahlen wird. Ich habe in den vergangenen Wochen viele Ansätze entwickelt, habe diese recherchiert und mir Beispiellösungen andernorts erklären lassen. All diese Ideen können Sie hier im Blog finden. Alles ist transparent und klar.

Wir müssen nun die Grundlage dafür legen. Gehen Sie zur Wahl und unterstützen Sie mich. Nur wenn wir den Wechsel schaffen, werden wir auch Antworten auf unsere Fragen finden können. Nur dann können wir in einem neuen Miteinander dafür sorgen, dass unsere schöne Stadt eine ebensolche Zukunft hat. Ich verspreche Ihnen nicht einen neuen Pflasterstein, denn was getan werden muss, werden wir künftig gemeinsam bestimmen. Ich verspreche Ihnen aber eines: Eine transparente, nachvollziehbare und logische Stadtpolitik, vollen Einsatz und die Entwicklung eines sinnvollen Fahrplans bis 2020. Dafür stehe ich.

 

Wahlforum an der Oberfläche

Eigentlich hatte ich mich gefreut. Ein Wahlforum, das die Möglichkeit bietet, sich persönlich vorzustellen, seine Schwerpunkte zu transportieren, das wäre eine tolle Sache. Was es am Ende dann war, war eine Fragerunde mit den üblichen Oberflächenkratzern: Altstadt, Skihang, Ende.

Schade. Nicht gesprochen haben wir über die wirklich wichtigen Fragen. Das heisst: Angesprochen habe ich diese. Ungefragt, denn die FP hatte ihren Fragenkatalog vorbereitet. Versorgung in den Ortsteilen, denn wir werden immer älter? Ansiedlung medizinischer Versorgung? Ansiedlung junger Familien? Ich bin wohl der einzige Kandidat, der diese Fragen sieht und hier auch Konzepte hat. Kritisches Nachhaken der Moderation zur Bilanz der Bürgermeisterin? Fehlanzeige. Die Amtsinhaberin erhielt mal wieder ihre Bühne.

Statt dessen werden Antworten mal wieder tendenziell reduziert, wenn sie Herr Neubauer gibt. Massivstes Beispiel : Endlich will er das Planverfahren für Rosts Wiesen abschließen, werde ich zitiert. Ja, das will er. Aber natürlich in Abwägung aller Interessen und mit der Aussage: Finden wir einen Weg, den alle tragen können, dann wird es gehen. Finden wir diesen nicht, dann nicht. Genau dies habe ich gesagt. Das wird selbstverständlich weggelassen, denn es könnte kompetent und unabhängig wirken. Ähnliches auch bei den anderen Fragen. Ein Schelm, wer dabei an Zufall denkt.

Ich bin es leid, mich damit auseinandersetzen zu müssen. Die Freie Presse befindet sich im Wahlkampf für die CDU. So sehr sie sich auch nach außen bemüht gibt. Ich hoffe sehr, dass die Menschen sich ihre eigene Meinung bilden.

Noch 5 Tage bis zum Neustart

Wieder liegt ein spannendes Wochenende hinter mir. Wieder war es eines von denen die mir zeigen, dass sich etwas ändern muss in unserer Stadt. War es am Anfang der Kandidatur oft sehr schwer, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, spüre ich jetzt, dass sich das Blatt wendet. Ja, es gibt Gesprächsbedarf und vieles hat sich aufgestaut. Kleine Dinge, die täglich ärgern ebenso wie die großen Fragen, die die Gemeinde bewegen. Vom Erscheinungsbild der Stadt bis hin zu Fragen zum Umbau der alten Schule zum Stadthaus oder eben auch zum Thema Rosts Wiesen. Oder auch nach versprochenen Dingen, die schließlich nicht eintraten. Und nicht selten werde ich mit den Worten begrüßt „endlich interessiert es mal einen“.

Letzteres kann man so sicher nicht im Raum stehen lassen, denn ich weiß, dass wir in allen Ortsteilen über engagierte Ortschaftsräte verfügen. Allerdings wendet sich die Kritik wohl ohnehin eher nicht an diese Gremien, sondern vielmehr an die Spitze im Rathaus selbst. Es ist sehr schade, dass dieses Signal dort nicht gehört wird. Insbesondere wenn man bedenkt, dass ein jeder, der sich versucht mit Kritik einzubringen auch einer ist, der für seinen Ort noch brennt. Nur jene, die sich nicht mehr äußern haben oft abgeschlossen, haben den Glauben verloren, dass sich überhaupt jemals etwas ändern kann. Eine von vielen Quellen, die am Ende die bedenklich große Gruppe von Nichtwählern speist. Rund 40% unserer Bürger haben inzwischen entschieden, kein Kreuz mehr zu machen. Ein Fakt, der mir zumindest keine Ruhe lässt.

Ich bin weit davon entfernt, Nichtwähler missionieren zu wollen. Ein jeder hat das demokratische Recht, dies selbst zu entscheiden und dies ist gut so.  Ich muss auch zugeben – dies gehört zur Ehrlichkeit dazu – dass ich zumindest verstehen kann, warum man eine solche Entscheidung trifft. Auf der anderen Seite aber sage ich auch, dass ich diesen Weg nicht gehen würde. Weil ich ihn nicht für geeignet halte, Veränderung herbeizuführen. Gerade bei Wahlen auf kommunaler Ebene sollte man sich tatsächlich fragen, ob es immer Sinn macht, sich nicht zu beteiligen, denn gerade hier hat meine Stimme eine ganz direkte Auswirkung. Und nicht kreuzen bedeutet unter Umständen, dass sich auch nichts ändert.

Die Stadt, dies haben alle Wahlgänge gezeigt, möchte jedoch eine Veränderung. Rund zwei Drittel derer, die gewählt haben, haben sich gegen den bisherigen Kurs entschieden. Das ist ein deutliches Zeichen. Wir können am kommenden Wochenende auch Veränderung wahr werden lassen. Vielleicht auch eine Motivation, nun doch ein Kreuz zu machen.

Ich habe in den vergangenen Wochen sehr viele Gespräche geführt und gedenke auch, das Prinzip der Ansprechbarkeit im Falle meiner Wahl  zum Programm zu erklären. Ich halte dies für einen der elementarsten Grundpfeiler dieses Amtes und einer der wichtigsten Aufgaben, die es in den kommenden Monaten und Jahren zu erfüllen gilt. Zuhören, werten, Lösungen finden und auch herbeiführen. Das muss das Prinzip sein.

Ich werde in dieser Woche noch einmal viel unterwegs sein, um mich und meine Ideen vorzustellen. Ich würde mich freuen, auch Sie bei einem der Termine kennenlernen zu dürfen.

Ich bleibe unabhängig

Strassenwahlkampf ist hart. Aber hilfreich. Erfährt man doch einiges. Also: Offensichtlich streuen die Mitbewerber nun das Gerücht, dass die Unterstützung der Wählergemeinschaft durch irgendwelche Versprechungen meinerseits initiiert wäre. Dem ist nicht so. Ich bin und bleibe unabhängig. Natürlich freue ich mich, dass es diese Unterstützung gibt, denn wir alle wollen einen Wechsel. Allerdings ändert dies nichts an meinen Positionen z. B. zum Thema Rodelbahn. Hier bleibt es dabei, dass es ein vernünftiges Verfahren unter Einbeziehung aller Betroffener geben muss. Und dieses ist ergebnisoffen. Bedeutet: Finden wir einen Kompromiss, mit dem alle leben können, dann kann es ein Projekt geben. Finden wir keinen, wird es nicht gehen. Diese offene und sachliche Position kann im übrigen jeder erwarten, der ein Anliegen zu klären hat. Das halte ich für normal. Dass wir inzwischen alle miteinander sachlich reden können, halte ich für einen ersten Erfolg. Bisher war dies nicht so. Und das hat zu dem geführt, was heute ist. Uneinigkeit und Stillstand. Alles andere ist Wahlkampf.

Unterstützung der Wählergemeinschaft

Seit heute ist klar, dass auch die Wählergemeinschaft meine Kandidatur unterstützt. Ich bedanke mich dafür, ist es doch im Sinn der Sache. Dass die Vereinigung heute dafür als Verlierer definiert wird, ist falsch. Im Gegenteil. Sowohl Herr Zschorn als auch seine Unterstützer haben gestern einen wichtigen und Respekt abverlangenden Schritt getan, um einen Wechsel in der Kommune möglich zu machen. Fast alle Kandidaten mich eingeschlossen hatten im Vorfeld erklärt, dass sie zu einem solchen Schritt bereit wären, wenn es der Sache dient. Wir alle wussten, dass  es im zweiten Wahlgang ohne eine solche freiwillige Entscheidung nicht gehen wird. Ich habe es bereits gestern gesagt und ich wiederhole es gern an dieser Stelle noch einmal: Mir nötig dies in erster Linie Hochachtung ab, zeigt es doch, dass es hier um die Sache und nicht um persönliche Interessen geht. Für mich ist ein solcher Schritt in sofern nicht der eines Verlierers, wie heute zu lesen war. Im Gegenteil.

Ich weiß, dass dies nicht automatisch bedeutet, dass alle Wähler umschwenken werden.Dies bleibt zum Glück die Entscheidung eines jeden Einzelnen.  Ich bleibe auch weiterhin ein unabhängiger Kandidat. Und  ich kann nur weiter darum werben, dass im Sinne der Sache der eine oder andere mir die Chance gibt, den Staffelstab weiter zu tragen. Zwei Drittel der Wähler haben signalisiert, dass sie mit dem derzeitigen Kurs der Stadt nicht einverstanden sind. Und auch wenn dies medial keinerlei Berücksichtigung findet – es ist eine Tatsache. Wir müssen jetzt noch einmal alle Kräfte mobilisieren. Wir müssen noch einmal Gespräche suchen und ich brauche noch einmal die Unterstützung eines jeden, der mich und mein Programm gewählt hat. Gehen Sie raus und sprechen Sie mit Freunden, Nachbarn, Kollegen. Das ist, was wir jetzt tun können. Wir haben noch gut eine Woche Zeit, noch einmal zu mobilisieren. Alleine werde ich dies nicht schaffen. Wir alle wünschen uns Veränderung. Wir alle können es jetzt schaffen.