Grünberger Schule in der nächsten Antragsrunde

imageGeduld ist so sehr… Unser Projekt in Grünberg wird in der kommenden Aufrufsrunde am 8.4. entschieden. Die Runde der Entscheidung über die Dorfgemeinschaftshäuser ist auf diesen Termin gelegt. Kein Grund, sich Sorgen zu machen. Die Zahl der Projekte insgesamt ist zahlreich und deshalb wird gesplittet entschieden. Ich bin nach wie vor sehr optimistisch, dass das warten dann dort ein positives Ende findet. Das Projekt ist geprüft und für die Gesamtfinanzierung haben wir bereits die Bestätigung auch seitens des Landkreises. Damit sind die wesentlichen Kriterien erfüllt. Zeit verlieren wir auch keine, da wir ohnehin parallel noch auf die endgültige Baugenehmigung warten und auch hier noch mit dem Denkmalschutz zuendeverhandeln müssen.

Hier gab es Einwände gegen die geplante Balkonanlage, die wir auf der Rückseite des Gebäudes geplant haben. Hier wir die oberstes Balkonreihe kritisch gesehen. Ich denke aber, dass wir auch hier eine Lösung finden werden. Das Gesamtprojekt gefährdet dies aber nicht. Entstehen sollen vier familiengerechte Wohungen im oberen Teil. Im unteren Teil wollen wir die alte Turnhalle und die Gemeinderäume grundhafte sanieren und mit einer modernen Sanitärinstallation ergänzen. Das Ganze erfolgt denkmalgerecht und wird das Gebäude in seiner Form und Anmutung komplett erhalten. Die Mieteinnahmen aus den Wohnungen sollen künftig dabei helfen, die Finanzierung des Projektes nachhaltig zu sichern. Und: Der Bedarf an Familienwohnungen ist gegeben. Im Neubauprojekt Eppendorferr Straße sind alle großen Wohnungen schon weit vor der Fertigstellung des Projektes vermietet. Einzig die kleinste der Einheiten ist hier noch zu haben. Ein sicheres Indiz dafür, dass es die Nachfrage gibt. Zudem liegen uns bereits erste Anfragen für die künftigen Wohnungen in Grünberg vor. Was nicht wundert, denn Lage und Ortslage sind schön 😉

Also. Kein Grund zu verzweifeln. Drei Wochen noch gedulden, dann haben wir es geschafft. Insgesamt investieren wir hier 930 TEUR um das wichtige Ortszentrum endlich wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Wir wollen das und ich halte dies für sehr wichtig und richtig. Der Stadtrat sieht dies auch so und so werden wir dies mit vereinten Kräften auch umsetzen.

Nachtragshaushalt ist beschlossen 

Es war ein Kraftakt und wir haben es geschafft. Unser Nachtragshaushalt ist seit gestern Abend beschlossene Sache und damit nun der Weg frei für unsere Projekte, die wir angehen wollen. Haben wir Glück bei der Vergabe der diesjährigen Mittel aus dem LEADER-Programm der EU, dann können wir noch in diesem Jahr mit der Sanierung und dem Umbau der alten Schule in Grünberg beginnen. Sobald die Baugenehmigung vorliegt. Nach beinahe zehn Jahren Anlauf ist dies ein echter Meilenstein. Und: Durch das neue Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ haben wir nun noch die Möglichkeit, einige Projekte neu zu denken und eventuell schon im kommenden Jahr den nächsten Schritt in Richtung Zukunft zu tun. 

Auf dem Zettel hier: Der neue Rundweg ums Schloß, der derzeit in der Vorplanung ist. Die Erschließung der Stadt mit schnellem Internet und schließlich das neue Familienbaugebiet in der Erdmannsdorfer Schenkenstraße. Und für alle, die immer mal wieder ungeduldig werden: Es braucht seinen Zeit, solch umfassende Projekte auf die Reihe zu bringen. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren die Grundlagen geschaffen. Es gab weder Strategie noch vorgearbeitete Projekte, die man hätte schnell umsetzen können. Dafür eine ganze Reihe Baustellen, die es zu schließen gab. Verfahren, Projekte wie das Stadthaus seien beispielhaft genannt. Das haben wir nun weitgehend abgeschlossen. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit, um sichtbar werden zu lassen, was wir in den vergangenen Monaten erdacht haben.

 Ja, es dauert. Auch für mich, der nicht unbedingt für Geduld bekannt ist, waren die vergangenen zwei Jahre eine wirkliche Nervenprobe. Aber: Öffentliche Projekte nutzen öffentliches Geld. Also jenes, das wir alle erarbeiten. Somit ist es auch richtig, dass wir hier sehr gründlich arbeiten und immerwieder auch verteidigen müssen, was wir vorhaben. Denn was wir tun muss auch Sinn machen. Investruinen gibt es inzwischen zur Genüge. Dem müssen wir nicht unbedingt noch eines hinzufügen. Dazu muss sich alles einpassen in den Landesentwicklungsplan, in die Regionalplanung und in unseren ebenfalls gerade in Arbeit befindlichen Flächennutztungsplan. Und: Es muss für uns Sinn machen. Bis hierhin zu kommen, war echt gute Teamarbeit in der Verwaltung, eine Summe von unzähligen Beratungen mit Kreis, Landesdirektion, Planern und dem Stadtrat. War aber auch eine Reihe von Zwischenniederlagen, einigen Tausend Kilometern und vielen Korrekturen, die gelegentlich auch dazu kommen. Denn manchmal ist auch ein wohl überlegter Schritt zurück ein großer Satz in Zukunft. Klingt komisch. Ist aber so. 

Die Liste der  nun feststehenden Vorhaben ist lang. Beschlossen sind nun final der Umbau der Jahnkampfbahn zur modernen Sportanlage für die gesamte Stadt. Beschlossen auch der Neubau der Friedhofstraße, die auch ein neues Gesicht bekommt. Hier laufen bereits die Ausschreibungen, so dass wir auch hier wahrscheinlich ab Juni bauen können. In Planung befindet sich der ebenfalls beschlossene und dringend nötige Neubau der Schöntalbrücke in Hennersdorf. Ebenso der Rückbau der Baumwolle Erdmannsdorf, der ebenfalls geplant und baurechtlich genehmigt ist. Hier warten wir auf die Entscheidung über den Fördermittelantrag. Und schließlich mit einem Aufwand von rund einer Million Euro auch die bereits benannte Grünberger Schule. Hier entstehen vier moderne Familienwohnungen und ein öffentliches Ortszentrum mit Sportraum und Gemeindetreff. Das eine soll das andere künftig wenigstens zu einem großen Teil mitfinanzieren, denn die Mieteinnahmen fließen in die Finanzierung des Gesamtbaus ein. Somit ist eine solche Investition auch anders zu rechtfertigen als beispielsweise das Stadthaus, das bei doppelter Bausumme keine Refinanzierungsanteile enthält. Zuendegebaut werden soll die Kleinsportanlage Erdmannsdorf, die wir leider vor dem Winter nicht fertigstellen könnten. Sobald die Temperaturen es zulassen, werden wir auch dies ins Ziel bringen. Und auch die Straßen bekommen eine Zuwendung: In diesem Jahr werden wir hier über 100 TEUR in Reperaturen und grundhafte Instandsetzungen fließen lassen. Zudem soll 2018 dann der Neubau der B180 erfolgen, in dessen Zuge wir auch die Fußwege und die Kanalisation neu bauen werden. Zudem wird hier auch ein Rad- und Fußweg zwischen Erdmannsdorf und Kunnersdorf entstehen.

Während dies alles bereits fertig geplant vorliegt und wie noch auf den einen oder anderen Förderbescheid warten, wenden wir uns nun dem neuen Förderprogramm zu, das für unsere Stadt insgesamt 425 TEUR bereit hält. Förderprojekte greift hier schon fast zu kurz. Es ist eher ein kleines Konjunkturprogramm, das uns noch einmal Rückenwind verschaffen wird. Die Effekte dieser zusätzlichen Fördermittel haben wir im Haushalt noch nicht berücksichtigt. Ganz bewusst ist dies geschehen, denn wir wollen zunächst versuchen, die bereits geplanten Maßnahmen dahingehend zu prüfen, ob die beantragten Fördersätze nicht durch das neue Programm ersetzt werden können und wir am Ende bei dem einen oder anderen Projekt eine deutliche höhere Förderung erzielen können. Wenn dies gelingt, ist jeder zusätzliche Euro einer, der zunächst in unsere Rücklage fließt und von dort aus das eine oder andere zusätzliche Vorhaben investiert werden kann. Machen wir dies gut, könnten wir im Optimalfall auf diese Weise 250 TEUR an Eigenmitteln einsparen, die wiederum mit neuen Förderanträgen kombiniert werden können. Auf diese Weise hoffen wir, Projekte wie den fehlenden Schloßrundweg und das Breitbandprojekt zusätzlich zu beflügeln. Denn gerade letzteres wird wohl in Gänze 1,5 bis 1,6 Mio EUR an Gesamtkosten mit sich bringen. Zwar werden hier 92 % gefördert – Der Eigenanteil bleibt aber dennoch für unsere Verhältnisse noch eine Aufgabe. Da sich das Projekt auf drei Jahre erstrecken wird, werden wir aber auch dies schaffen.

Ich denke, ein wesentlicher Weg ist jetzt gegangen. Nun müssen wir hoffen, dass unsere Förderanträge auch Gehör finden und wir somit auch die letzten Bausteine in die Hand bekommen, um unsere schöne Stadt noch ein Stück schöner und lebenswerter zu machen. Das zumindest ist das Ziel. 

  

 

Die Zahl des gestrigen Tages: 425.000

Ja, gerne bin ich kritisch, wenn aus der so genannten „grossen Politik“ Dinge bis zu uns durchsickern, die oftmals eine gewisse Realitätsallergie mitbringen und die letzte Meile der Politik zum Bürger bei der Umsetzung mindestens in Zweifel stürzt. Wenn es nicht gelegentlich sogar rechtlich eng dabei wird. Heute nun hab ich mal das Gegenteil: Brücken in die Zukunft heißt es und ist eine Art Konjunkturpaket, das – kombiniert aus Bundes- und Landesmitteln – mal eben 800 Mio EUR ins Schaufenster der Förderlandschaft stellt. Nach den vielen Vorstellungsrunden dazu bin ich mir einigermaßen sicher, dass dies auch wirklich gut funktionieren wird. Und: Für unsere Stadt bedeutet das zusätzliche 425 TEUR, die – verteilt auf drei Jahre – unsere notwendige Entwicklung ein wenig beflügeln sollen.

Ich will nicht schon wieder meckern: Eine halbe Million ist eine halbe Million. Damit werden wir die Welt nicht einreißen. Aber dennoch ist eine halbe Million die man mehr hat eben auch eine halbe Million mehr an Möglichkeit! Und da man wenigstens einen Teil davon sogar mit Landesfördermitteln kombinieren kann, was früher mit dem politischen Tode bedroht wurde,  erwachsen aus diesen Mittel auch noch ein paar Möglichkeiten mehr. Eine Investitionspauschale, ebenfalls Bestandteil des Paketes, kann zudem auch den Haushalt entlasten, was ebenfalls wieder Möglichkeiten schafft.

Nun werden wir in den kommenden eineinhalb Wochen alle angeschobene Projekte noch einmal überarbeiten und sehen, ob wir an der einen oder anderen Stelle das Förderkonzept umstellen. Vor allem bei der Jahnkampfbahn kann dies Sinn machen. Da Sportanlagen allgemein nur mit 30% gefördert werden, im neuen Paket aber beispielsweise Funktionsgebäude mit bis zu 75% förderfähig sind, werden wir das große Projekt jetzt wohl in zwei Teile zerlegen. So können wir das Gebäude höher gefördert bekommen. In Zahlen könnten das im optimalen Fall mehrere 100 TEUR mehr sein, als wir bisher hätten bekommen können. Das hilft uns das natürlich ganz erheblich weiter. Die Mittel, die hier dann anteilig frei werden, können wir an anderer Stelle verwenden. 

Machen wir uns als Werk.