Es ist der Anfang. Das muss uns klar sein. Bevor ihr später sagt, ihr hättet nichts bemerkt. Drohungen sind der Pfad zu Tat. Wehret den Anfängen.

Doch das wollt ihr nicht wissen. Ihr seid im Widerstand. Opfer. Von Diktatur und Herrschaft. Deutschland 2021. 31 Jahre nach dem Freiheitstag.

Wenn man Euch zum Gespräch bittet, dann bleibt ihr in der verqualmten Garage hocken.

Um später zu sagen: Mit uns redet ja keiner.

Wenn ihr teilnehmt, dann meist, um eure Thesen zu verbreiten. Nicht, um diese zu überprüfen. Wer Euch in Frage stellt, ist Feind. Verräter. Systemling. Oder ahnungslos. Denn sehend seid ja nur ihr. Dank der Netzwerke, Dank unprüfbarer Thesen von für Euch meist Wildfremden verbreitet. Dank einem Alleswissen, das ihr nun in Euch tragt. Seitdem man Euch sagte, alles wäre gelogen. Und die anderen sind schuld. Wer immer es sagte. Wen immer das meint.

Die da drüben. Die da oben. Die da zu uns kommen.

Ihr nicht.

IHR redet vom Demokratie und fordert Meinungsfreiheit. Und akzeptiert diese nur dann, wenn Euch passt, was gespielt wird.

Ihr leugnet Fakten, lehnt Veränderung ab. Und erwartet doch, dass alles besser wird. Und das sich Probleme dadurch lösen lassen, indem man sie ignoriert. Oder jene niederbrüllt, die diese benennen. Ihr beklagt das Sterben der Gesellschaft und bringt doch selbst meist nichts ein.

Alle müssen für Euch machen. Ihr selber müsst nichts. Ihr dürft nur.

Ein zunehmend kreischend, hysterischer Haufen, der jeden Tag nach irgendeinem ruft, der es richten soll. Für Euch. Nicht mit Euch. Zunehmend gereizt und aufgeladen. Nicht in der Lage, sich mit all dem sachlich auseinanderzusetzen, was zweifelsohne auch zu diskutieren wäre. Sich zu fragen, was man selbst zur Lösung beitragen könnte. Und zu verstehen, dass Gesellschaft nur erfolgreich ist, wenn sie zusammensteht und gute Kompromisse aushandelt. Nicht, wenn sich Fronten unablässig anbrüllen, ohne sich zu verständigen.

Und all das schafft den Raum.

Für Morddrohungen. Weil immer einer meint, es müsse endlich mal einer tun.

Und für den ersten Schuss. Weil sich immer einer findet, der glaubt, es müsse doch endlich mal was getan werden. Statt immer nur zu reden.

Es ist egal, wer es an Ende ist, der sich zur letzten Konsequenz entscheidet. Er täte es nicht, würde die Stimmung in einer Gesellschaft dies nicht begründen. Nicht nahelegen, dass es dies nun brauche. Damit es endlich gut wird. Alles. Und weil solche verwirrten Täter nur handeln, wenn wir Verwirrung leben und herumtragen. Deshalb sind wir alle für solche Taten verantwortlich.

Niemand hat das Recht, andere zu bedrohen. Schon gar nicht mit dem Tode. Wir alle – egal wo wir politisch stehen – müssen heute klar sagen:

DAS werden wir nicht hinnehmen. Liebe Jana Pinka. Politisch nicht immer eins. Aber heute unteilbar.

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