Junge Familien ansiedeln!

Ich bin oft gefragt worden, wie ich junge Familien nach Augustusburg holen oder hier halten möchte. Die Idee, die ich hierzu habe, ist nicht neu und hat sich bereits andernorts bewährt. Wir haben einigen Leerstand in der Stadt und dieser drückt auf das Image aber auch auf die Immobilienpreise. Das bedeutet: Steuern wir nicht gegen, wird sich dieser Trend fortsetzen und für alle Folgen haben. Auch für all jene die glauben, dass ein schleichender Niedergang der Stadt sie nicht betrifft. Das Prinzip des  ist sehr einfach:

1. Haben wir in der Stadt aber auch in Chemnitz ein großes Potential an jungen Familien, die gern in einer Kleinstadt leben wollen. Allein an Angeboten für entsprechenden Wohnraum hapert es oder diese jungen Familien haben derzeit nicht das nötige Kapital, um sich eine eigene Immobilie zulegen zu können.

2. Haben wir einigen Leerstand, der sich für diese Zwecke eignen würde.

3.  Das Konzept: Die Stadt erwirbt leerstehende Objekte und bietet diese je nach Zustand und Zuschnitt jungen Familien für einen symbolischen Kaufpreis an. Im Gegenzug verpflichten sich diese Familien dazu, die Sanierung zu übernehmen und 15 Jahre die Immobilie weder zu veräußern, noch zu vermieten, also diese selbst zu nutzen. Für den späteren Verkauf würde vereinbart, dass die Stadt den damals erlassenen Kaufpreis zurück erhält, also an der Verwertung und der Wertsteigerung beteiligt wird. Als Dankeschön, für die gewährte Unterstützung. Möglich auch, dass dieser rückzahlbare Anteil mit jedem geborenen Kind um 25% gesenkt wird, um die Familienplanung zu erleichtern.

4. Haben dann diese jungen Familien Grundbesitz  in Form eines Hauses oder einer Eigentumswohnung, die nun bei einer Bank als Sicherheit dienen kann, um die Sanierung zu finanzieren.

5. Haben wir somit einen Anreiz geschaffen, dass sich junge Familien in Augustusburg ansiedeln und hier auch bleiben.

Geholfen wäre damit allen. Den Familien, die eine Starthilfe bekommen. Der Kommune, die auf diesem Weg der Überalterung etwas entgegen zu setzen hat. Dem Stadtbild, das einige Schandflecken verliert. Und auch der Stadtkasse, die auf diese Weise Steuerzahler gewinnt. Und schließlich auch den Bildungseinrichtungen, denn junge Familien haben Kinder, die ausgebildet werden wollen.

Wenn wir 1,4 Millionen Euro (inkl. Fördermittel) aufwenden können, um ein Stadthaus zu sanieren, werden wir auch dieses Geld aufbringen, um Zukunft zu bauen.

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