Warum ich kandidiere

Liebe Augustusburger, Erdmannsdorfer, Kunnersdorfer, Hennersdorfer  und Grünberger,

2011-01-21 21.33.42-2

seit gestern ist es offiziell: Ich habe mich entschlossen, meine Kandidatur für die anstehende Bürgermeisterwahl im September einzureichen. Diese Entscheidung ist Ergebnis eines langen Denkprozesses und sie zu treffen war nicht einfach. Nun aber bin ich angetreten. Weil ich fest davon überzeugt bin, dass es so wie bisher in unserer Stadt nicht weitergehen kann. Und weil ich glaube, dass die vielen Probleme und Verwerfungen im Miteinander hier am ehesten von einem Außenstehenden angepackt werden können, der lange genug hier lebt, um die Stadt und deren Teile zu kennen. Aber kurz genug, um unabhängig und frei in der Entscheidung zu sein.

Um es gleich zu sagen: Ich bin kein Wutbürger, auch wenn es in den vergangenen Monaten genügend Gründe gegeben hätte, diesen Pfad einzuschlagen. Nein. Als Journalist und Unternehmensberater, aber auch als Gewerbetreibender in unserer Stadt sehe und spüre ich die Folgen der Politik der vergangenen Jahre, die geprägt war von Inkonsequenz, Nichtkommunikation, Ideen- und Konzeptlosigkeit und daraus folgend Stillstand. Und letzteres ist – und dies ist keine Übertreibung – tödlich für eine Kommune, die in schweren Zeiten ihre Zukunft finden muss.

Was fehlt, ist ein klares Ziel und ein Plan, dieses zu erreichen. Und die alles entscheidende Frage ist, was Augustusburg in zehn Jahren sein will. Meine Suche nach einer Antwort blieb bisher erfolglos, denn unsere Spitze der Stadt war nicht in der Lage, diese Frage zu beantworten. Und hier beginnt das Problem. Wenn der Reiseleiter nicht weiß, wohin die Reise geht, dann will und kann auch keiner mitfahren. Dabei gibt es ein Marketingkonzept, das die Tourismus-Marketing-Gesellschaft des Landes Sachsen (TMGS) für die Stadt erstellt hat und das gleich reihenweise gute Ideen und Ansätze für eine Strategie liefert, die auf dem Tourismus gründet. Umgesetzt wurde davon beinahe nichts. Über die Gründe hierfür kann man nur spekulieren und dies ist meine Sache nicht.

In diesem Blog möchte ich Ihnen meine Positionen und Ideen transportieren und erklären, aber mich auch zur Diskussion stellen. Es sind bisher nur Ansätze und Gedanken. Noch ist es kein fertiges Konzept, denn dieses muss in Zusammenarbeit mit Stadt, Rat, Schloß, Bürgern und Vereinen gemeinsam entstehen. Ich weiß, dass es in unserer Stadt viele engagierte Bürger, Vereine und Gewerbetreibende gibt. Ich denke, die erste Pflicht eines Bürgermeisters wäre es, diese Kräfte zusammenzuführen und unter dem Dach einer gemeinsamen Idee zu bündeln und denen den Rücken zu stärken die bereit sind, Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Dies ist in erster Linie keine Frage des Geldes sondern eher die Frage von Führung und Kommunikation. Erst in zweiter Linie, nämlich dann, wenn man ein Konzept umsetzen möchte, kommen finanzielle Fragen ins Spiel, die es dann zu lösen gilt. Uns allen muss dabei klar sein, dass die Aufgabe Zukunft uns alle betrifft und uns alle fordern wird. Nur ein Miteinander aus Verwaltung, Politik und Bürgerschaft kann schließlich zu einem guten Ende führen. Jeder von uns wird hier gefragt sein und ein jeder von uns wird Positionen überdenken und vielleicht auch aufgeben müssen, um den Weg für eine für alle sinnvolle Entwicklung  unserer Stadt frei zu machen, die wiederum uns allen dient. Ob Gewerbetreibender oder Anwohner. Denn wir alle sitzen im selben Boot. Nur eine lebendige, vielseitige Kommune ist lebenswert. Nur an einem solche Ort möchte man bleiben. Nur an einem solchen Ort möchte man seine Kinder aufwachsen sehen. Nur ein solcher Ort hat wirklich eine Zukunft.

Ich freue mich, an dieser Aufgabe mitwirken zu können und denke, dass es Zeit ist, Weichen neu zu stellen. Bitte unterstützen Sie mich dabei.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Neubauer

Teilen ist mehr :-)
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

0 Kommentare

  1. Lieber Dirk Neubauer,als ehemalige Augustusburger gewerbetreibende Familie, die es irgendwann auch einfach nicht mehr ausgehalten hat, stehen wir hinter Ihnen und freuen uns, daß die Unsäglichkeiten der letzten Jahre hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Die ehemalige Erdmannsdorfer Bürgermeisterin, Frau Brethfeld hat einmal gesagt : “ Es geht der Kommune nur dann gut, wenn es auch den Gewerbetreibenden gutgeht“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir hoffen, Sie bald persönlich auf einer Wahlvorbereitungveranstaltung kennenzulernen.
    Ihre Familie Hunger

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.