Lokale Versorgung und Dienstleistung sind überlebenswichtig

Ich wurde heute gefragt, wie ich die Frage des lokalen, wohnortnahen Einkaufens und der sonstigen Dienstleistungen wie beispielsweise die der ärztlichen Versorgung etc. sehe. Für mich hat diese Frage eine der höchsten Prioritäten überhaupt, denn wir alle werden immer älter und was ist, wenn der Netto weit weg und die Kinder nicht da sind? Das Problem ist also erkannt. Missverständlich war dabei aber sicher, dass ich stets von Augustusburg und nicht explizit von den Ortsteilen gesprochen habe. Das möchte ich erklären: Für mich sind wir eine Stadt und wenn ich von Augustusburg spreche, meine ich alle Ortsteile. Anders kann dies in Zukunft auch nicht sein, denn das bisherige Kleinklein hat uns nicht weiter gebracht.

Wenn man also beispielsweise die Versorgung anspricht, dann kann man dies nur mit einem großen Partner besprechen, der dann dezentral in den Ortsteilen als Lieferant tätig wird und lokale Geschäfte beliefert. Abwegig ist dies nicht und andernorts gibt es hier auch bereits Modelle, die sich bewährt haben. Das bedeutet: Wir unterstützen, was noch da ist (und wir haben noch wunderbare , kleine Geschäfte) und versuchen dann, weitere Einrichtungen zu schaffen. Deren Problem ist derzeit nur, dass sie die Preise der Supermarktkonkurrenz nicht halten können. Wenn man aber mit einem zentralen Lieferanten als Netzwerk kooperiert, sollte dies lösbar sein. Wie gesagt: Solche Modelle gibt es bereits.

Ähnlich verhält es sich bei den medizinischen Fragen und beim lokalen Nahverkehr. Auch hier haben wir Defizite, um deren Behebung wir uns bemühen müssen. Nun habe ich aus dem Stand nicht für alles einen Plan aber ich denke, dass man auch hier durch gezielte Unterstützung, Förderung und Ansiedlungsanreize Lücken schließen kann. Denkbar wäre, als Stadt die Räumlichkeiten für Post, Arzt und andere Dienstleistungen zu schaffen und die Betreiber über niedrige oder gar keine Mieten zu locken. Natürlich kostet dies Geld und hier muss man prüfen, wie man dies schaffen kann. Wichtig aber ist zunächst, dass man ein Konzept entwickelt und dann schaut, wie man es finanzieren kann. Bisher war dies in unserer Gemeinde meist andersherum. Man bekam Fördermittel und tat dann etwas. Und mindestens eine Idee zur Finanzierung solcher „Planspiele“ (wenigstens für Teile davon) hätte ich. Wenn wir die Parkflächen bewirtschaften würden, die wir mit viel Geld errichtet haben, dann kämen hier vorsichtig geschätzt rund 70 bis 80 TEUR pro Jahr in die Kassen. Geld, mit dem man solche Initiativen zumindest zu Teilen bewegen kann. Hier aber müssen wir vorsichtig sein und das sage ich auch in aller Deutlichkeit: Ich kenne die aktuelle Kassenlage und bin mir sicher, dass die Realität noch schlechter ist als bekannt. In sofern stehen diese Pläne unter dem Vorbehalt eines Kassensturzes. Erst dann werden wir konkret planen können. Aber Ideen haben darf man bis dahin.

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