Hektische Betriebsamkeit nach jahrelangem Stillstand

Es ist schon bemerkenswert. Nachdem über Jahre nichts geschah, wird unsere Bürgermeisterin nun aktiv. Wenn man es bisher noch nicht gewusst hätte, nun würde man ahnen, dass eine Wahl ansteht. Beispiel gefällig? Unser Leitbild „Augustusburg 2020“ wurde 2008 vom Stadtrat beschlossen. Dann wurde nach einem Jahr eine Zwischenbilanz gezogen. Und dann geschah wenig. Und jetzt, kurz vor dem Urnengang lud Frau Jugelt zu einer Veranstaltung, um einen Fünfjahresbilanz zu ziehen.

Zitat aus www.augustusburg.de : Im Jahr 2008 wurde das „Leitbild 2020 der Stadt Augustusburg“ durch den Stadtrat beschlossen und mit einer Auftaktveranstaltung die Umsetzung der Leitbildmaßnahmen begonnen. Ein erstes Resümee wurde nach einem Jahr gezogen. Nun sind bereits 5 Jahre vergangen. Am 20. August 2013 trafen sich die Arbeitsgruppenleiter und ihre Stellvertreter, um gemeinsam mit der Verwaltung eine Auswertung vorzunehmen und eine Zwischenbilanz zu ziehen. Zitat Ende.

Das Ganze klingt ein wenig nach „ich bin neu hier, jetzt nehme ich die Sachen in die Hand“. Warum erst jetzt? Warum musste so viel Zeit vergehen? An der Entwicklung des Leitbildes haben sehr viele Bürger engagiert mitgewirkt. Das ist, was eine gute Kommune ausmacht und man kann all jenen nicht genug danken, die ihre Freizeit in solche gemeinnützigen Projekte stecken. Doch dieser Rückenwind wurde kaum genutzt. Ich bin gespannt auf die Auswertung der Runde. Diese soll in den kommenden Tagen unter dem Button Bürgerinformation erscheinen. Wahrscheinlich ist alles gut.

Zweites Beispiel? Gern. Nun wurde der Kulturförderverein eingeladen, um gemeinsam den Männlmarkt zu planen. Dies hat zwar bisher einer der Ortschaftsräte erledigt, was jetzt scheinbar anders ist, denn der wurde  nicht eingeladen.  Nachdem also im vergangen Jahr die Traditionsveranstaltung von der Stadtspitze kläglich verlegt und beschädigt worden war, ist das Ganze nun Chefsache. Ich finde auch dies bemerkenswert, hat es doch die vergangenen Jahre kaum interessiert, wie es zum Männlmarkt kommt. Jetzt, da es zur Wahl mal ein paar Fleißsignale braucht, jetzt wird gehandelt. Ohne Rücksicht auf irgendwas.

Und noch etwas soll ausgewertet werden: Das Kommunikationsdesaster rund um das Fest „5 Jahre Landkreis Mittelsachsen“. Hier hatten wir damals in der Altstadt heftige Diskussionen, da kein Anwohner und auch kein Gewerbetreibender wirklich informiert oder eingebunden worden war.  Die Bürgermeisterin selbst erklärte mir noch eine Woche vor dem Fest, dass Sie nicht wisse, was hier passieren wird.  Ablaufpläne seien der Stadt nicht bekannt. Keine Chance also, sich auf irgendeine Planung einzustellen. Ich bat damals die Geschäftsführerin des Veranstalters im Nachgang um ein klärendes Auswertungsgespräch, was mir auch zugesagt wurde. Dieses fand bis heute „urlaubsbedingt“ nicht statt. Jetzt soll die Sache besprochen werden. Ohne die Gewerbetreibenden und natürlich auch ohne mich.

Das ganze folgt dem Muster der letzten Jahre. Aktionismus, wenn es sein muss. Ich finde es gut, dass nun gehandelt wird. Aber es ist offensichtlich, welcher Treiber dahinter steckt: Es ist die Angst vor der Wahl.

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