Altstadt 2020 und wie wir mit #diStadt in die neue Zeit starten

Sie haben es wahrscheinlich in der Freien Presse gelesen, denn es war ja kaum zu übersehen: Ins Lehngericht zieht wieder Leben ein. Der Chemnitzer Unternehmer Lars Fassmann ist gerade dabei, das Objekt zu erwerben. Wir wollen gemeinsam ein Kultur- und Coworkingcenter entwickeln. Was bedeutet das? Zum einen, dass der Saal wiederbelebt werden soll und endlich wieder Kino, Musik, Theater und vieles mehr im Zentrum ein Zuhause findet und auch die Aktivitäten des Kulturfördervereins wieder ein Dach über den Kopf bekommt. Zum anderen bedeutet es, dass wir auch versuchen wollen, moderne Arbeit anzusiedeln. Sie alle wissen, dass ich mich der Digitalisierung verschrieben habe. Ich glaube, dass diese eine große Chance für Städte im ländlichen Raum bedeutet. Zum einen werden Arbeit und Ort entkoppelt, was ungeheuer viele Möglichkeiten mit sich bringt. Gerade für die jüngeren Menschen, die ihre Heimat nicht verlassen wollen. Zum anderen können wir viele Probleme auf diesem Weg lösen, die sonst ungelöst blieben. Besser medizinische Betreuung, besser Bürgerservices, bessere Versorgung im täglichen Leben gerade für ältere, nicht mehr so mobile Menschen – die Palette der Möglichkeiten ist beinahe unendlich. Dies alles wird durch das Projekt #diStadt nun in Angriff genommen. Mit starken Partnern wie der KOMSA, der enviaTel, der KISA oder der Chemmedia AG.

Mit dem Verkauf des Lehngerichtes wird nun über das angedachte Konzept dies alles im Herzen unserer schönen und sehr alten Stadt verortet. Das ist ein Anfang, ein Aufbruch den es braucht, um wieder eine Zukunft zu bekommen, die nicht nur auf Vergangenheit basiert. Ja, wir haben eine tolle Geschichte, ein Schloss und eine wunderbare Landschaft und dies alles wird den Tourismus weiterhin beherbergen. Doch auch diesen weiter zu entwickeln, wird ohne weitere Digitalisierung nicht funktionieren. Die Welt vernetzt sich. Dinge vernetzen sich. Wer nicht dabei ist, ist unsichtbar.

Wenn wir in diesem Netz keine eigene Masche werden,  werden wir abgekoppelt sein. Dies zu erreichen ist Risiko, Bereitschaft für Veränderung und Beharrlichkeit. Seit über zwei Jahren kämpfe ich an dieser Front und nun sind wir endlich an einem Punkt angekommen, den man als Anfang bezeichnen kann. Und es ist eine Keimzelle für Neues, eingebettet in die Förderung des Alten. Das Ganze folgt einem größeren Plan, wenn ich das mal so sagen darf. Auch wenn dies irgendwie komisch klingt. Denn alles, was in den vergangenen dreieinhalb Jahren erdacht, diskutiert und schließlich begonnen wurde, gehört untrennbar zusammen. Das muss man verstehen, um mich zu verstehen. Es geht nicht nur um schnelles Netz. Das ist eigentlich nur Mittel zum Zweck. Man muss dieses Netz sehen wie eine Straße oder Schiene. Die allein bringen nichts. Es sind die Dinge, die darauf möglich werden. Darum geht es.

Und es passieren parallel sehr viele Dinge gleichzeitig. Sportplatz, Busplatz für die Grundschule, Abriss alter Brachen – dies alles zahlt ebenfalls auf diese Pläne ein. Es wird schnell reduziert, dass es mir nur ums Netz ginge. das aber stimmt nicht. Wir investieren in den kommenden zwei Jahren über vier Millionen Euro in unsere Stadt. Nehmen wir die Erweiterung des Seniorenhauses dazu, wären es noch einmal 2,5 Millionen Euro mehr. Lange her, dass es solche Dimensionen gegeben hat. Vieles ist in Bewegung, vieles wird sich in 2017 formen. Viel Interesse erreicht unsere Stadt gerade von außen. Auch, weil – wir mir oft vorgeworfen wird – der Bürgermeister ein Medienmensch ist. Unser Bekanntheitsgrad und die gezeigte Innovationsbereitschaft sind es, die neue Partner in die Stadt bringen. Ein kleines, aber sehr energiegeladenes Pflänzchen. Und auch jene, die heute die Digitalisierung für Quatsch halten werden schnell verstehen, dass diese auch ihr Leben besser machen kann. Und dies wird sich schon in diesem Jahr mit ganz konkreten Projekten beweisen. Machen wir einen Aufbruch. Es wird Zeit dafür. Und sagen wir denen, die schon jetzt wissen, dass dies alles keinen Sinn macht, dass sie sich das merken sollen. Während wir wenigstens versuchen, unser Schicksal selber zu bestimmen. Ich lade jeden ein, der mittun will, die auch zu tun.

Was wir in der Altstadt vorhaben finden Sie hier.

Was #diStadt bedeutet, finden Sie hier.

PS: Die grauen Sätze und Worte enthalten LINKS, die zu weiteren Infos führen!

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