B180 kommt im 3.Quartal 2015

Die Würfel sind gefallen. Der Ausbau der B180 zwischen Kunnersdorf und Erdmannsdorf ist beschlossene Sache. In zwei Bauabschnitten soll der grundhafte Ausbau erfolgen. Ich nehme dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen ist es natürlich ein absoluter Gewinn, dass gerade die mehr als marode Rathausstrasse bis zur Mündung Chemnitzer Straße vollständig saniert wird und dabei auch einen Kanal und neue Fußwege erhält. Zum anderen ist der aufwändig geplante Ausbau der Ortsverbindung als vollwertige Bundesstraße aus meiner Sicht verfehlt, denn: Auf einer Bundesstraße gibt es weder Fuß- noch Radwege. Die aber brauchen wir hier eher, als ein breites Asphaltband. Schließlich ist die Ortsverbindung für viele auch per Pedes wichtig. Nun erfolgt der Vollausbau, obwohl eigentlich klar ist, dass die Straße in Perspektive keinen B-Status behalten wird.

Ein Wermutstropfen neben dem Umstand, dass die Planung bisher keine Bustaschen für den Schulbus enthielt. Diese haben wir gestern in den finalen Abstimmungen in das Projekt hineinverhandelt. Ebenso eine Ampel, die das sichere Queren der Schüler ermöglichen soll. Bisher war hier lediglich eine Verkehrsinsel geplant. Eine Lösung, die aus meiner Sicht keine ist, denn: Steht ein Schulbus auf der Straße, ist diese mit Fahrzeug und Insel blockiert. Bei dem zu erwartenden wachsenden Verkehrsaufkommen und der Frequenz, die bereits jetzt morgens dort herrscht, wäre ein gefährliches Chaos programmiert. Die Kosten für die Bustaschen werden wir als Stadt anteilig tragen müssen. Die Ampel müssen wir komplett selbst bezahlen. Wir erreichen – wie auch in Augustusburg selbst – die Mindestzahlen der Überquerungen nicht, um eine Lichtsignalanlage bezahlt zu bekommen. Für mich ein Unding. Aber wir können es nicht ändern und müssen nun irgendwie das Problem selbst lösen.

Erfreulich ist, dass der Parkplatz an der Erbgerichtskurve erhalten bleiben soll. Dieser sollte nach ersten Planungen verschwinden. Auch die Zufahrtsregelung zum Pfarrhaus bleibt, wie sie heute ist. Auch hier war eine Strecke eigentlich gestrichen worden.

Bezüglich der Umleitungsmöglichkeiten für den Zulieferverkehr unseres Agrargenossenschaft und der Firma Flexitex wird auf unsere Bitte hin nun auch neu diskutiert. Beide Betriebe sind durch den Bau zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Gerade für die Agrargenossenschaft ein echtes Problem, denn die Diesel-Tanker kämen nicht mehr nach Kunnersdorf. Durchs Sternmühlental fahren Speditionen nicht, weil es keine Ausweichmöglichkeiten gibt, wenn ein zweiter LKW entgegen kommt. Über die Holzbrücke geht es aus bekannten Gründen nicht. Und aus Richtung Dittmannsdorf besteht ein Gefahrgutverbot aus Gründen des Trinkwasserschutzes. Damit säßen die Kunnersdorfer quasi auf dem Trockenen.

452.000 EUR gegen Grünberger Flickwerk

Gestern war ein guter Tag für Grünberg und auch für die ganze Stadt. Staatssekretär Roland Werner überbrachte quasi einen Scheck, mit dem die Erneuerung der K7701 gefördert wird. Der Bescheid war für den Landkreis bestimmt, der den Großteil der Förderung erhält, um die Kreisstraße grundsätzlich auszubauen. Auch wir bekommen einen Teil für den Bau der Fußwege und Lampen. Ein weiterer Teil fließt in die Kofinanzierung der Entwässerung. Insgesamt werden über 700 TEUR investiert.

Baubeginn wird im Juli sein, so dass das Vorhaben noch in diesem Jahr zuende gebracht werden kann. Nach zehn Jahren des Wartens eine wirklich gute Nachricht. In nächster Zeit werden die Bürgerinformationsveranstaltungen anlaufen, damit auch jeder weiss, was passieren wird und wie Umleitungen geplant sind.

Der Staatssekretär überzeugte sich dann auch bei der Mitfahrt in unserem neuen eSmart, dass das Geld dringend benötigt wird und gut angelegt ist. Denn anders als bei seinem Dienstwagen wird beim kleinen Stromer jede Bodenwelle quasi direkt und live in die Rückenwirbel übertragen.

Schön auch, dass er bei der Gelegenheit die Einladung annahm, in nächster Zeit noch einmal nach Augustusburg zu kommen, um bei einer Motorradtour die Stadt, unsere Pläne und unsere Probleme dabei etwas genauer kennen zu lernen. Genau wie ich rollt Roland Werner gerne mal auf einer BMW durch unsere schöne Gegend. Ich freue mich darauf.

Wirtschaftsstaatssekretär kommt nach Augustusburg

Freitag haben wir hohen Besuch. Wirtschaftsstaatssekretär Roland Werner (FDP) kommt uns besuchen, um das offizielle GO für den Bau der K 7701 in Grünberg zu überbringen. Wir werden Herrn Werner deshalb auch in Grünberg an der alten Schule empfangen. Ich hoffe sehr, dass auch die Grünberger zahlreich mal vorbeischauen, hat das Warten darauf nach knapp elf Jahren ein Ende. Wer also kann, sollte 9.30 Uhr vor Ort sein.
Ich hoffe zudem, dass wir am Rande der Veranstaltung die Chance haben, ein wenig für unsere Stadt und die Vorhaben hier zu werben.

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Der Sport geht neue Wege

Seit gestern Abend ist es nun beschlossene Sache. Der Drei-Punkte-Plan in Sachen Sportstätten ist beschlossene Sache. Nach dem Ortschaftsrat und den Vereinen Stimmte nun auch der Stadtrat für das Konzept. Jetzt beginnt die Arbeit, denn wir müssen bis Ende August unser erstes Teilprojekt daraus – das Neubauprojekt der Kleinsportanlage an der Grundschule – geplant und bei der SAB eingereicht haben. Danke an alle, die an der monatelangen Meinungsfindung dazu beteiligt waren. Es war ein schwerer, aber sehr konstruktiver Diskussionsweg. Nun müssen wir liefern.

Beschlossen wurde gestern ebenfalls ein Budget von rund 50 TEUR für die Reparaturen der Straßen in der gesamten Stadt. Hier danke ich ganz besonders den Ortschaftsräten, die erstmals unsererseits in die Erhebung und Priorisierung eingebunden waren und die mit ihrem Detailwissen sehr geholfen haben, eine tragfähige Aufstellung zu erstellen. Somit hoffen wir, dass die wichtigsten Baustellen auch erfasst werden konnten. Unser Dank gilt hier auch Herrn Weisse. Der scheidende Stadtrat hatte sich bereiterklärt, die fachliche Bewertung der Schäden zu übernehmen und die potenziellen Baustellen nach Besichtigung mit Blick auf mögliche Lösungen zu bewerten. Auch dies hat ungemein geholfen. Leider reicht das Budget nicht aus, um alles in Ordnung zu bringen. Zu viel ist gerade in Erdmannsdorf in den vergangenen Jahren kaputt gegangen. Wir müssen sehen, dass wir diese Rückstände in den kommenden Jahren wenigstens zu Teilen aufholen.

Last but not least können wir nun auch die Planung und Umsetzung des Aussenbereiches vom Stadthaus beginnen. Endlich, sage ich, denn um Art und Weise der Ausschreibung wurde monatelang gerungen. Und bei optimaler Betrachtung bedeutet das nun, dass wir Glück brauchen werden, um in diesem Jahr noch fertig zu werden. Und das bedeutet auch, dass das neue Haus, das seit Ende 2013 bis auf wenige Kleinigkeiten fertiggestellt ist, weiterhin leer steht. Ohne Außenanlagen keine Nutzung.

Die Zukunft des Seniorenhauses Augustusburg ist sicher

Es ist dieser Tage leider zu beobachten, das vertrauliche Informationen sich binnen kurzer Zeit verbreiten, sich dann zu einem Konglomerat aus Halbwahrheiten und Hörensagen verdichten, das man dann schließlich Wahrheit nennt. So auch bezüglich der Zukunft unseres Seniorenheimes.

Was mich bei vielen anderen Themen nicht stört, ist in diesen Fall massiv ärgerlich, denn die Zukunft des Seniorenheimes als städtische Tochter stand nie in Frage. Richtig ist, dass im Zuge des Bekanntwerdens des altersbedingten Ausscheidens unserer Geschäftsführerin und der damit verbundenen Suche nach einem geeigneten Nachfolger uns als Stadt auch die Anfrage eines Trägers erreichte, der sich theoretisch eine Beteiligung an der Gesellschaft vorstellen konnte.

Dies ist nicht ungewöhnlich und kommt im Zuge solcher Prozesse regelmässig vor. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass dieses Ansinnen an uns herangetragen wurde und nicht – wie es jetzt teilweise kolportiert wird – von uns ausging.

Der normale Weg, den wir auch beschritten haben ist der, zunächst den Aufsichtsrat davon in Kenntnis zu setzen, denn dieser hat das Recht auf Information und auch die Pflicht, eine solche Offerte zu prüfen. Dies ist gestern geschehen. Einstimmig und auch im Sinne der Stadt wurde entschieden, dass ein solches Angebot für die weitere Zukunft des Seniorenhauses keine Rolle spielt. Die Details entnehmen Sie bitte der beigefügten Pressemitteilung, die hier per Link beigefügt ist.

Link zur Pressemitteilung 

An welcher Stelle die Informationen nach außen drangen, wird wohl nicht zu klären sein. Ich bedauere sehr, dass hierdurch bei den Bewohnern, deren Familien und nicht zuletzt der Belegschaft Unsicherheiten entstanden sind. Zugleich möchte ich betonen, dass entgegen der anderslautenden Gerüchte zu keinem Zeitpunkt ein Verkauf „beschlossene Sache“ gewesen ist. Der Sachverhalt wie dargestellt ist wie gesagt weder ungewöhnlich, noch war er jemals Bestandteil einer Entscheidung. Das der Aufsichtsrat sich damit befasst hat, ist ein normaler Vorgang, denn dieser hat auch darüber zu befinden. Schließlich nicht zu vergessen der Stadtrat, der in einem solchen Fall ohnehin das letzte und entscheidende Wort hat.

iPads für die Grundschule auf der Zielgeraden

Manchmal muss gut Ding Weile haben. Nachdem unsere iPads für die Grundschule schon lange beim Händler liegen und nur noch die speziellen Freischaltcodes aus den USA fehlten, habe ich heute in einem Telefonat mit Apple erfahren, dass diese nun in Deutschland eingetroffen sind. Jetzt haben wir also alles was wir brauchen, um die Zukunft zu eröffnen.

Zum Hintergrund: Schul-Pads benötigen anders als private Apple-Geräte einen speziellen Freischaltcode, der aus Cupertino angefordert werden muss, denn: Sonst müsste man für jedes Gerät eine eigene Apple-ID generieren. Das aber würde die Nutzung von Gruppenlizenzen für Lernsoftware unmöglich machen. Wegen der großen Nachfrage war dies nun der Engpass, der uns ein paar Wochen zurückgeworfen hat. Geht nun alles gut, werden wir bis zur Schulkonferenz in der kommenden Woche das System eingerichtet haben. Ein echter Meilenstein, denn wir gehören dann zu den ersten Grundschulen Deutschlands, die mit iPads ausgestattet sind.

Solche Sachen sind nicht immer im Detail planbar. Hier war es so. Nun aber werden wir morgen in Abstimmung mit der Schule den weiteren Zeitplan abstimmen und so sicher bald am Start sein. Es folgt dann nach der Installation die Einweisung der Lehrerschaft bevor schließlich die Kinder an die Pads dürfen. Ich freue mich, dass dieser wichtige Schritt nun bevor steht.