145 Jahre Feuerwehr – 145 Jahre Partnerschaft

Gestern hat unsere Wehr gefeiert. 145 Jahre Geschichte im Zeichen des Helfens. 145 Gründe, stolz zu sein. In einer kleinen Feierstunden vor dem Tag der offenen Tür, der wohl einer des bestbesuchtesten seiner Art war, gab es natürlich neben einer intensiven Rückschau auf diese lange, ehrenvolle Geschichte auch ein paar Dankesworte von mir. Diese hier nun anbei zum nachlesen. Denn diese wurden auch im Namen aller Bürger der Stadt und des Stadtrates und auch natürlich im eigenen Namen gesprochen. Als Bürgermeister und eben auch „oberster Feuerwehrmann“ per Gesetz. Ich bin sehr dankbar für die Arbeit unserer Wehr und ich wünsche mir neben der Fortsetzung des guten Miteinanders vor allem, dass stets alle Kameraden vollzählig und unverletzt nachhause zurückkehren.

Hier die kurze Ansprache:

Was ist Feuerwehr? Herzblut. Sicherheit. Aufgabe. Verpflichtung. Kameradschaft. Begeisterung. Miteinander. Sport. Wissen. Helfen. Disziplin. Jugendarbeit. Erleben. Stolz. Manchmal Kampf. Aber immer ein Stück Heimat.
Jubiläen sind immer etwas, an denen man zurückblickt. Doch das möchte ich heute eigentlich nicht. Nicht, weil mir die Arbeit von Generationen von Feuerwehrleuten für unsere Stadt nichts bedeuten würde. Nein. Weil ich denke, dass die Gegenwart genug Stoff gibt für zweieinhalb Minuten Laudatio.

Unsere Wehr ist lebens- ja überlebenswichtig. Die Kameraden riskieren nicht selten alles, um anderen zu helfen. Freiwillig, unentgeltlich, und oft auch nur minimal gedankt. Die Kameraden erledigen hier etwas, für das die Kommune zuständig ist. Und schließen eine wichtige Lücke, für deren Geschäftsbesorgung wir längst kein Geld mehr haben. Man kann es nicht oft genug sagen: Ohne Feuerwehr, Kita und Schule hat eine Stadt keine Zukunft. Das ist so. Das war immer so. Und das wird so bleiben.

Eure Arbeit ist unverzichtbar. Nicht nur im Einsatz, wenn es um Menschenleben, Umweltschutz oder auch mal um einen Fundhund geht – Nein. Auch die Arbeit für den Ort und seine Menschen, die durch Ausbildung, Jugendarbeit und nicht zuletzt die Unterstützung bei Festen und Veranstaltungen gekennzeichnet ist, deren Zahl in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Auch hier seid ihr immer zur Stelle. Ihr setzt Maibäume, sichert und organisiert Hexenfeuer und bewacht das Schloss, wenn es denn nötig ist. Viele Stunden kommen hier zusammen. Stunden, die manchmal bezahlt, meistens unbezahlt aber immer von Euch geleistet sind. Freizeit. Familienzeit. Entspannungszeit. Sie ist weg. Aber dennoch nicht verloren, denn ihr gebt sie für uns, für die Gesellschaft. Und auch wenn das im Moment nicht immer glücklich macht – Es darf Euch wenigstens stolz machen.

Ja, Ihr alle solltet und dürft mit Fug und Recht stolz sein auf das, was ihr in den vielen Jahren geleistet habt und noch immer leistet. Ich möchte Euch im Namen der Stadt und des Stadtrates hierfür danken und Euch auch das Signal geben, dass wir immer an Eurer Seite stehen. Wir haben große Aufgaben. Wir müssen den neuen Brandschutzbedarfsplan umsetzen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass nicht nur Feuer, sondern zunehmend Sturm und Regen den Einsatzalltag prägen und wir müssen die Voraussetzungen schaffen, dass ihr dem gewachsen seid. Zum einen seitens der Ausbildung. Zum anderen seitens der Hardware, der Ausrüstung. Das werden wir gemeinsam leisten!

Die größte Aufgabe aber wird sein, der Wehr eine innere Zukunft zu geben. Zusammenhalt, Einigkeit und vor allem und in erster Linie eine ausreichende Zahl an Menschen zu gewinnen, die sich für diese Aufgabe begeistern lassen. Jugendarbeit und Kameradengewinnung werden nach wie vor die Hauptaufgaben sein. In einer Zeit, in der zunehmend Menschen das Hemd so lange näher ist als die Hose, bis das es Feuer gefangen hat. Auch bei dieser Aufgabe werden wir zusammenstehen. Nach wie vor werben wir bei Arbeitgebern um die Beschäftigung von Kameraden. Auch wenn dies bisher nicht sonderlich erfolgreich war. Die Stellen, die wir als Stadt besetzen sind an Kameradschaft gebunden, auch wenn man dies eigentlich so nicht tun darf und andere Kriterien ausschlaggebend sind. Das alles ist Wehr wichtig. Das alles werden wir gemeinsam schaffen müssen.

Aufgaben gibt es also genug. Lasst uns diese gemeinsam angehen. Lasst uns immer offen und mit Respekt Probleme lösen und nach vorn gehen. Die Feuerwehr ist ein wichtiges Gut. Sie muss funktionieren, damit alles andere funktionieren kann. Dies dürfen wir nie vergessen. Ich wünsche allen Kameraden zu jeder Zeit Glück, Gesundheit und im Einsatz immer einen guten Kameraden, der euch wenn es gefährlich wird schützend zur Seite steht.

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